Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Datenchaos bei der Bahn

Einmal wieder wurde ich Zeuge des Informations-Chaos, das bei der Bahn herrscht.

Von Mannheim wollte ich nach Köln fahren, mit dem ICE 612. Laut aktuellem Wagenreihungsplan (gültig bis Dezember 2016) am Gleis fährt dieser ICE um 10:36 Uhr.
Scheinbar wurde diese Abfahrtszeit irgendwann aber geändert, da auf meiner Fahrkarte sowie auf dem Gleisanzeiger (oder wie das bei der Bahn im Fachjargon heißt) war 10:33 Uhr angegeben:

2016-08-03-Wagenreihungsplan

Nun kam eine Durchsage, dass die Wagenreihung für diesen ICE geändert sei - der vordere Zugteil würde umgekehrt gereit ankommen. Auf dem Gleisanzeiger aber war dies so nicht angezeigt:

2016-08-03-Gleisanzeiger

Erst im letzten Moment änderte sich die Anzeige, so dass die 1. Klasse des vorderen Teils nicht mehr in Abschnitt A sondern in Abschnitt C angezeigt wurde.

Das Resultat: entsprechendes Gerenne über die gesamte Länge des vorderen Zugteils, da viele Leute die Ansage eindeutig nicht mitbekommen hatten.

Warum die Bahn das nicht hinbekommt, eine eindeutig schon vorliegende Information auch auf den Anzeigen am Gleis darzustellen, ist mir schleierhaft!
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Die Bahn glänzt mal wieder

Die Bahn glänzt mal wieder in Sachen Präzision. Davon abgesehen, dass überall im Land Signale ausfallen, Weichen klemmen und auch sonst Züge unerklärlicherweise zu spät kommen (aber meist innerhalb der Grenzen, ab denen finanziell reklamiert werden darf), ist der Informationsstand der Leitstellen inzwischen wirklich grottenschlecht.

Ja, ich bin mal wieder Bahn gefahren. Am Dienstag nach Düsseldorf und am Abend zum Flughafen Frankfurt - heute vom Flughafen nach Hause.

Am Dienstag wurde angekündigt, dass der ICE falsch herum einfahren würde (es war ein Alter, mit nur einem Zugteil) - das war dann aber doch nicht der Fall. Klasse.

Eben in Frankfurt Flughafen wurde angekündigt, dass der Zug (mit zwei Teilen) gänzlich in umgedreht sei - sogar die Wagennummern wurden angegeben, mit den Abschnitten auf dem Bahnsteig - sehr zuvorkommend. Wenn es nur gestimmt hätte. Tatsächlich waren die Abschnitte in sich gedreht, was zur Folge hatte dass mein Wagen - ganz am Ende des Zuges - nicht in Abschnitt A sondern in Abschnitt G lag -- einmal die Länge des Zuges gespurtet, bitte.

Einen Vorteil hat diese Schieflage: man kommt zu seinem Abendsport!
Allerdings möchte ich im ICE keinen Herzkasper haben: bis der Notarzt am richtigen Wagen ist bin ich tot...

Ach ja, im ganzen Wagen ging ständig die Gesamtbeleuchtung an und aus... unfassbar, die Wartungsqualität! Hoffen wir, die Radreifen sind besser gewartet als die Elektrik.

Letztendlich hat es die Bahn auch noch fertig gebracht, nach der super kurzen Strecke von Mannheim bis Karlsruhe ganze 6 Minuten zu spät anzukommen... wieder spurten - diesmal zum Anschlusszug, der freundlicherweise wartete.

Da die Fahrt von Mannheim nach Karlsruhe nur 22 Minuten dauert - nehmen wir einmal 24 Minuten zur Vereinfachung an, ist das eine Fahrtverlängerung um 25%!
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