Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Das Ende einer Ära: Dyson ersetzt

Nach 7 Jahren Dyson haben wir uns wieder für einen Beutelsauger entschieden. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. der logische Nachfolger unseres aktuellen Dyson (DC-19) wäre ein "Ball" gewesen - der ist mir aber viel zu teuer
  2. vom Dyson waren wir nicht mehr überzeugt; trotz regelmäßiger Filterreinigung und Staubbox-Leerung ist das Gerät extrem laut geworden (oder war es das schon immer?) - an Unterhaltung während dem Saugen ist nicht zu denken, da ist schreien angesagt
  3. wohl durch scharfkantigen Staub / Steine ist die Innenseite des Staubbehälters total verschlissen, sprich: Matt. Optisch ist mir das egal, es scheint aber den Effekt zu haben, dass Staub nicht mehr herunterfällt sondern oben hängen bleibt, was zur Verstopfung der Luftdurchführung im oberen Behälterabschnitt führt - und zu weniger Saugleistung
  4. von der Bodendüse war ich noch nie überzeugt - so richtig gut saugt diese nur von der Seite - bei größeren Krümeln ist dann auch mal hochheben und auf die Krümel legen angesagt. Nicht, was ich von einem so teueren Gerät erwarte!

Klar, für den Dyson gibt es fast alle Teile zum Nachkaufen, aber in ein 7-Jahre altes Gerät werde ich wohl kaum viel Geld in Ersatzteilen investieren… nach Murphy geht gleich danach der Motor kaputt :-)

Also ging die Recherche nach einem Nachfolger los. Eine Zeit lang stand der Bosch Roxx zur Disposition; als wir das Gerät im Laden dann anschauten, waren meine Frau und ich uns sofort einig: der würde es nicht werden (zu schwer und zu billig gemacht).

Letztendlich überzeugte ein Gerät von Siemens mit “Kompressortechnologie”. Im Testbericht überzeugte das Gerät die Tester sehr, da es im Schnitt sehr leise ist, aber enorm viel Saugkraft entwickelt. Das Gerät im Text war eine Version “Z.4”. Im Laden habe ich aber einen “Z.5” entdeckt, der stark heruntergesetzt war (aber neu). Da habe ich zugeschlagen.

Gegenüber dem Z.4 bietet der Z.5 über 10% mehr Beutelvolumen (4,5 Liter statt 4 Liter) und ein größeres HEPA Filter. Vor allem letzteres dürfte enorm zur Saugleistungs-Erhaltung beitragen, vor allem wenn es schon verschmutzt ist.

Die erste Eindrücke sind allesamt positiv:
  • das Gerät ist wirklich sehr leise - gut, ich habe nur den Dyson als Vergleichsgerät, es mag also noch leisere Staubsauger geben, viel Unterschied wird aber kaum möglich sein - es wird schließlich Luft mit hoher Geschwindigkeit bewegt.
  • die Saugleistung ist der absolute Hammer. Das Gerät wurde u.a. mit einer Parkettbürste (umschaltbar auf Teppich) geliefert. Saugen macht endlich wieder Spaß, da der Dreck auch wirklich im ersten drüberfahren weggesaugt wird. Ich fahre auch auf Parkett mit der “Teppich” Leistungseinstellung (ca. 3/4) ohne Probleme.
  • ganz toll finde ich die rotierende Schlauchsteckdose im Gerät - der Saugschlauch, der übrigens einen extrem guten Eindruck macht, im Gegensatz zum Dyson, wo ich ihn regelmäßig abgeknickt habe - steckt in einer um 360° drehbaren Vorrichtung, so dass der Schlauch sich nie “verwickelt”
  • die Bedienung der Teleskopstange sowie entfernen und wieder einklicken von Zubehör ist vorbildlich. In den letzten Jahren musste ich beim Dyson immer wieder mit Silikonspray nachhelfen, sonst hätte man die recht klobigen Kunststoffteile nicht richtig auseinanderbekommen
  • Der Zubehör (Polsterdüse und noch ein Teil, dessen Sinn ich noch nicht verstanden habe) sind am Korpus unter einer Klappe aufbewahrt. Das dürfte gut verhindern, dass die Sachen irgendwann in Schubladen landen und nicht mehr auffindbar sind (wie das beim Dyson der Fall war) - das gibt es beim Z.4 aber auch nicht
  • die Rädchen unten (4 Stück) sind um 360° drehbar, was den Korpus sehr leicht zum hinterherziehen macht. Manchmal dreht er sich dabei etwas seltsam, das stört aber nicht wirklich.

Einziges, wenn auch kleines, Manko ist: nimmt man den oberen Teil der Teleskopstange ab - und das mache ich z.B. um Schubladen auszusaugen recht häufig - ist, vermutlich durch das Einrastloch am unteren Rand des Saugrohres, der Luftstrom unangenehm laut. Es “pfeift” quasi durch. Das hat keinen Einfluss auf die Saugleistung, es ist aber akustisch etwas störend. Punkte ziehe ich dafür nicht ab (wäre höchstens einen Halben wert).

Fazit: bislang eine absolute Kaufempfehlung.

---------------- Update 13.05.13 ----------------

Wir bereuen den Kauf des Siemens Saugers nicht im geringsten. Kürzlich habe ich mal geschaut wie es mit dem Beutel aussieht. Etwas Saugkraftverlust war zu erkennen, allerdings unwesentlich, da das Gerät eine so enorme Saugleistung hat.

Und in der Tat: der Beutel war gestopft voll! Das Wechseln war kinderleicht (das erste Mal wechseln seit dem 18.3.!) - es wird sogar beim herausheben eine dünne Membran vor die Öffnung gezogen, welch Komfort!

Nachdem der Beutel und der Endfilter (der in der Beutelpackung beilag) gewechselt waren, saugte sich die Parkettdüse wieder am Boden fest - es ist also schon ein Verlust an Saugkraft bei vollem Beutel vorhanden - ist aber nicht relevant, wie schon beschrieben.

Weiterhin gibt es nur zwei Meckerpunkte:

  1. Der Kabeleinzug ist Kruscht - da vermisse ich die hervorragende Einzugsvorrichtung des Dyson auf Knopfdruck. Beim Siemens - wie sicherlich bei vielen Saugern - muss man einige Male ziehen um den richtigen “Punkt” zu finden, bei dem das Kabel eingezogen wird. Das erfolgt übrigens eher zaghaft, z.T. auch nicht komplett. Note 5 dafür.
  2. Die Rädchen sind wirklich zu klein. Zieht man den Sauger über sein eigenes Kabel, dann bleibt er daran hängen; ein kräftiger Zug am Schlauch befördert ihn wieder vorwärts, das nervt aber ein bisserl. Note 4 dafür.

Dennoch weiterhin eine klare Kaufempfehlung!
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Verarsche hoch drei

Dass auf der Verpackung vorne drauf nicht das stehen muss, was tatsächlich in der Verpackung drin ist, das wissen wir ja schon (oder?), aber das hier ist die für mich aktuell krasseste Variante:



Man beachte: „mit Olivenöl verfeinert”...
„Holla” denkt man, „das schmeckt bestimmt lecker”... und greift zu.

Vorher sollte man aber die Ingredienzenliste sichten:



WOW! Ganze 0,5%! Das ist weniger als der Stabilisator. Das ist wahrscheinlich das Öl, das aus den Oliven austritt, wenn sie in der Dose landen! Wie gut, dass sie damit „verfeinert” wurden, sonst würden sie voraussichtlich gar nicht schmecken.

Übrigens darf ich noch zu „Manzanilla” das
Wikipedia (US) zitieren: „common misspelling of the Manzanillo olive (Olea europaea ‚Manzanillo’)”. Also gleich zwei mal ins Fettnäpfchen getreten...

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AEG CS 5200plus Espressovollautomat



Hier mein Originaltext meiner Amazon-Rezession:

Nach einer absoluten Schlappe mit einem Saeco Odea Giro Plus (0 Sterne!) war ich eher etwas zurückhaltend im Kauf eines Ersatzgeräts. Aber, wenn man einmal von einer normalen Kaffeemaschine auf einen Vollautomat gewechselt hat, will man nicht zurück.

Die 5200 ist eigentlich eine DeLongi (letztere ist etwas günstiger), sieht aber erheblich besser aus - auch der Kunststoff scheint höherwertig zu sein. Die Tassenablage (zum Anwärmen) hält die Tassen problemlos (im Gegensatz zur Odea, z.B.).

Für den Preis ist dies eine hervorragende Maschine. Das DeLongi-Equivalent steht seit 2 Jahren in unserem Büro, wo es täglich gequält wird und bis dato nicht repariert werden musste.
Was auch überzeugt ist das Entkalkungsprogramm (sucht man in dieser Preisklasse üblicherweise ohne Erfolg) und die Systemspülung auch beim Ausschalten.

Zwar behauptet meine Tochter (2 Jahre), diese Maschine sei leiser als die Odea, dazu müsste man aber sicherlich eine Schallpegel-Messung machen... aber Kaffeebohnen mahlen und Wasser unter Druck durch das Pulver pumpen ist eben mal etwas lauter. Man sollte sich von der Bezeichnung "extra Leise" nicht zu stark irritieren lassen.

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Das war vom 14. Juni, 2008. Inzwischen, mehr als 2 Jahre später, bin ich noch immer von der Maschine überzeugt. Sie läuft wie am ersten Tag, wir hatten keinerlei Probleme mit dem Gerät. Wirklich sehr zu empfehlen.
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