Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Bahn-Sicherheit

Kriechstrom im EC?

Es ist mir schon öfters aufgefallen, jetzt muss ich das mal schriftlich festhalten: ich sitze im EC 217 (Saarbrücken-Graz) am Tisch und arbeiten. Da die Sitze vielleicht im Baujahr 1970 (okay, ich lasse auch 1980 gelten) modern waren, jetzt aber ausgelutscht sind, muss man mit dem Hintern schon ein wenig rauf und runter rutschen, um eine bequeme Sitzposition zu finden. Ich fühle mich dabei ein bisschen wie eine Katze, die sich dreimal auf der Couch dreht, um die ideale Schlafposition zu finden.

Dabei rutscht das Hosenbein ein wenig nach oben, die Socken halten nach einigen Jahren auch nicht mehr so gut - kurzum: mein blankes Bein berührt die Metallschiene, die diese seltsame Abkofferung, unterhalb des Fensters, begrenzt. Ich habe keine Ahnung was da drin ist, da sie durchgehen ist, kann es sich aber nur um Stromkabel handeln.

Und es fängt an zu bitzeln. “Okay”, denkt man, “da ist wohl eine raue Stelle am Metall” und ziehst das Bein wieder zurück. Man konzentriert sich wieder auf den Laptop und das Bein rutscht wieder an die Kante. Und da ist das Bitzeln wieder! Das hatte ich schon öfters, immer in diesen Dinosauriern der Langstrecken, IC und EC (doch BJ 1960?).

Das kann eigentlich nur ein Kriechstrom sein, wahrscheinlich ein ziemlich heftiger, es ist nämlich recht unangenehm.

Hoffentlich denke ich daran, beim nächsten IC/EC fahren ein Messgerät mitzunehmen… die Frage ist nur, gegen welche Masse soll ich messen?
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