Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Datenchaos bei der Bahn

Einmal wieder wurde ich Zeuge des Informations-Chaos, das bei der Bahn herrscht.

Von Mannheim wollte ich nach Köln fahren, mit dem ICE 612. Laut aktuellem Wagenreihungsplan (gültig bis Dezember 2016) am Gleis fährt dieser ICE um 10:36 Uhr.
Scheinbar wurde diese Abfahrtszeit irgendwann aber geändert, da auf meiner Fahrkarte sowie auf dem Gleisanzeiger (oder wie das bei der Bahn im Fachjargon heißt) war 10:33 Uhr angegeben:

2016-08-03-Wagenreihungsplan

Nun kam eine Durchsage, dass die Wagenreihung für diesen ICE geändert sei - der vordere Zugteil würde umgekehrt gereit ankommen. Auf dem Gleisanzeiger aber war dies so nicht angezeigt:

2016-08-03-Gleisanzeiger

Erst im letzten Moment änderte sich die Anzeige, so dass die 1. Klasse des vorderen Teils nicht mehr in Abschnitt A sondern in Abschnitt C angezeigt wurde.

Das Resultat: entsprechendes Gerenne über die gesamte Länge des vorderen Zugteils, da viele Leute die Ansage eindeutig nicht mitbekommen hatten.

Warum die Bahn das nicht hinbekommt, eine eindeutig schon vorliegende Information auch auf den Anzeigen am Gleis darzustellen, ist mir schleierhaft!
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Die Bahn glänzt mal wieder

Die Bahn glänzt mal wieder in Sachen Präzision. Davon abgesehen, dass überall im Land Signale ausfallen, Weichen klemmen und auch sonst Züge unerklärlicherweise zu spät kommen (aber meist innerhalb der Grenzen, ab denen finanziell reklamiert werden darf), ist der Informationsstand der Leitstellen inzwischen wirklich grottenschlecht.

Ja, ich bin mal wieder Bahn gefahren. Am Dienstag nach Düsseldorf und am Abend zum Flughafen Frankfurt - heute vom Flughafen nach Hause.

Am Dienstag wurde angekündigt, dass der ICE falsch herum einfahren würde (es war ein Alter, mit nur einem Zugteil) - das war dann aber doch nicht der Fall. Klasse.

Eben in Frankfurt Flughafen wurde angekündigt, dass der Zug (mit zwei Teilen) gänzlich in umgedreht sei - sogar die Wagennummern wurden angegeben, mit den Abschnitten auf dem Bahnsteig - sehr zuvorkommend. Wenn es nur gestimmt hätte. Tatsächlich waren die Abschnitte in sich gedreht, was zur Folge hatte dass mein Wagen - ganz am Ende des Zuges - nicht in Abschnitt A sondern in Abschnitt G lag -- einmal die Länge des Zuges gespurtet, bitte.

Einen Vorteil hat diese Schieflage: man kommt zu seinem Abendsport!
Allerdings möchte ich im ICE keinen Herzkasper haben: bis der Notarzt am richtigen Wagen ist bin ich tot...

Ach ja, im ganzen Wagen ging ständig die Gesamtbeleuchtung an und aus... unfassbar, die Wartungsqualität! Hoffen wir, die Radreifen sind besser gewartet als die Elektrik.

Letztendlich hat es die Bahn auch noch fertig gebracht, nach der super kurzen Strecke von Mannheim bis Karlsruhe ganze 6 Minuten zu spät anzukommen... wieder spurten - diesmal zum Anschlusszug, der freundlicherweise wartete.

Da die Fahrt von Mannheim nach Karlsruhe nur 22 Minuten dauert - nehmen wir einmal 24 Minuten zur Vereinfachung an, ist das eine Fahrtverlängerung um 25%!
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CTRL-ALT-DEL für ICE Reloaded

Das Sahnehäubchen habe ich heute mitgemacht. Das Zurücksetzen auf freier Strecke war ja schon ein Erlebnis, jetzt eben wurde der ICE611 - im HBF Köln stehend - komplett zurückgesetzt.

D.h.: alle elektrischen Systeme werden abgeschaltet, die Türen werden geschlossen (und gehen nicht mehr auf). Das ganze ging gute 10 Minuten, dann war der Strom wieder da, begleitet von verschiedensten Summtönen. Leider ging es danach trotzdem nicht gleich weiter. Die Weiterfahrt klappte erst um 16:22 Uhr.

Anscheinend musste eine Batterie getauscht werden.
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Deutsche Bahn ist Vorschlagsresistent

2013-08-05 - FB Bahn

kein Kommentar...
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CTRL-ALT-DEL für ICE

Cool: Ctrl-Alt-Del für einen ICE auf freier Strecke zwischen Limburg und Siegburg! Das kenne ich sonst nur vom TGV in der französischen Pampa.

“Unser ICE hält unplanmäßig um einen technischen Defekt zu beheben”.

Das kann ja nur ein “Powercycle” sein, oder?

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Zweifacher Tadel an Deutsche Bahn

Eigentlich wollte ich diesen Text auf die Facebook-Seite der Deutschen Bahn stellen, da ich hier schon gute Erfahrungen mit einer schnellen Rückmeldung gemacht habe.

Leider läuft www.facebook.com/dbbahn ins Leere. Sucht man “Deutsche Bahn” auf Facebook, bekommt man zwar einige, verschiedene Infoseiten präsentiert - die Einzige, die auf eine Interaktion hindeutet, “DB im Social Web” ist leer:

2013-08-05 - Facebook DB

Nach einem fatalen Start der Bahn im Social Media im letzten Jahr hat man wohl wieder den Stecker gezogen.

Hier also mein Text - ich werde versuchen, die Bahn per Twitter auf diesen Post aufmerksam zu machen.

Liebe Bahn,
Folgendes ereignete sich heute früh um 7:50 Uhr in Neustadt / Weinstraße:

mein Anschlusszug, der ICE1557 fährt um 7:50 von Gleis 3. Dieser wurde am Bahnsteig als verkehrt herum gereiht angezeigt. Gut, das passiert ab und zu, also begab ich mich in Abschnitt A (anstatt Abschnitt D, wie sonst).

Der Zug fuhr ein, war aber nicht verkehrt herum, sondern richtig gereiht. Also lief ich los, ans andere Ende des Zuges. Auf dem weg stand ein DB-Angestellter, den ich freundlich (!) fragte, warum denn der Zug nun doch richtig herum gereiht sei, im Gegensatz zur Bahnsteiganzeige.

Er motzte mich extrem unfreundlich an, wer lesen könne sei klar im Vorteil und es stünde ja oben auf dem Schild, es sei auch angesagt worden. Dabei war er es der klar im Vorteil gewesen wäre, hätte er lesen können. Schon der Schwung an Leuten, die vom einen Ende des Bahnsteigs zum anderen rannten, hätten ihm Aufschluss über die Situation geben müssen!

Was mich noch mehr irritiert als die Art und Weise wie mit Kunden der Bahn (die schließlich das Gehalt dieses Herrn zahlen) umgesprungen wird ist, dass in einem Notfall in einem Zug die Bahn voraussichtlich gar nicht weis, an welchem Ende des Zuges der Wagen des Patienten sich befindet. 

Unklar ist mir auch, wie es zu so einer Verwechslung seitens des Personals, die das Schild bedienen, kommen kann. Die Änderung zu "Vorsicht: der Zug ist falsch herum gereiht" ist ja ein Information, den jemand über eine Taste oder eine PC-Eingabe erst einstellen muss. Also läuft ja auch hier die Information, wie der Zug gereiht ist, falsch.

Fehler können passieren; dass man am Bahnsteig vom Personal angeraunzt wird ist eine Unverschämtheit.

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Update 10:50 Uhr: DB_Bahn antwortete auf Twitter, dass FB eigentlich funktionieren sollte, also habe ich es sicherheitshalber mit Firefox getestet; und siehe da: damit geht es. Safari lädt nur eine leere Seite. Sehr mysteriös!
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Neue Methode um Geld zu machen

Wenn man viel Bahn fährt, erlebt man so einiges - nicht nur mit dem Transportmittel, sondern auch mit den anderen Fahrgästen.

Ich fahre schon lange Bahn auf den meisten Strecken, aber das heutige “Highlight” ist mir in den vielen Jahren noch nicht widerfahren:

Es ging um einen Sitzplatz, der scheinbar frei war, neben einem Herrn der eine Reservierung für seinen und für den leeren Platz hatte, sowie einem anderen Herrn, der herausfinden wollte ob er nun da sitzen könne oder nicht.

Das Fazit: der Herr mit der Reservierung hatte tatsächlich eine Doppelreservierung gemacht; in einem Wagen saß er und hielt den 2. Platz frei, in einem anderen Wagen seine Frau (die möglicherweise auch den 2. Sitz freihielt).

Da bot er dem wartenden Herrn doch glatt den zweiten Platz gegen Geld an… sehr zum Amüsement des Zugbegleiters, der zufälligerweise daneben stand.

Auch ihm war so etwas noch nicht untergekommen...
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Reisegepäck-Langlagerung

Eben wartete ich in der Schließfachaufsicht auf einen freien Schalter - vor mir war eine Gruppe Teenies.
Es stellte sich heraus (war nicht zu überhören), dass eine davon wohl vor fünf Wochen (ja, 5!!!) ihren Koffer eingelagert und vergessen hatte, sie bräuchte jetzt aber ein paar Klamotten daraus.

Einen Abholschein hatten sie nicht dabei, ich bin sicher die freundliche Dame, die hier Rede und Antwort stand, hat heute Abend eine tolle Geschichte für ihre Familie...
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Wucher am HBF Köln

Es gibt am HBF Köln eine Einrichtung, die in Deutschland voraussichtlich einzigartig ist, zumindest habe ich so etwas noch nie sonstwo gesehen: vollautomatische Reisegepäckautomaten.

Will man seinen Koffer einige Stunden (oder Tage?) an einem größeren, deutschen Bahnhof verstauen, dann findet man üblicherweise eine größere oder kleinere Ansammlung an Gepäckschließfächern, die man mit Münzen füttert.

Schon vor Jahren fand ich an einem relativ kleinen Bahnhof in den Niederlanden auch solche Gepäckfächer, die aber wenigstens per Kreditkarte bezahlt werden konnten. Anstatt einem Schlüssel bekam man eine mit Barcode bedruckte Papierkarte, die nicht nur als Quittung, sondern auch als automatischer Abholschein diente. Noch relativ einfach - auch in der Handhabung, aber modern (Papierkarte, Kreditkartenzahlung) und relativ günstig.

Schon öfters habe ich mich über Wucherpreise der veralteten Gepäckfächer an manchen deutschen Bahnhöfen beschwert. Was in Köln für das Wegschließen des Gepäcks verlangt wird ist aber schon der Härtefall: Hier hat die Bahn Gepäckautomaten aufgestellt, die - voraussichtlich - das eingelegte Gepäck mittels Fördertechnik im Keller einlagern.

Es stehen im vorderen Quergang (gegenüber vom Reisezentrum) neun solche Automaten (in drei 3-er Gruppen), immer mit fluchenden Reisenden davor, weil der Geldschein nicht geschluckt wurde oder die komplizierte Anleitung nicht in deren Sprache verfügbar ist.

Klar, Platz für Reihen über Reihen von Gepäckfächern können sicherlich gewinnbringender für Ladengeschäfte genutzt werden - somit ist dies eine enorm kostensparende Variante. Allerdings ist - wenn man bedenkt, dass an diesen Geräten noch immer nicht per Kreditkarte oder wenigstens Geldkarte bezahlt werden kann - der Mietpreis meiner Meinung nach zu hoch: €3 werden für 2 Stunden fällig, geht es über diesen Zeitraum hinaus, kostet das Einstellen eines Koffers €6 pro Tag!

Und: die Automaten nehmen nur Bargeld… nicht einmal mit Geldkarte kann bezahlt werden.

--- Update 03.05.13 ---

Heute hat der Automat 9 einen Euro verschluckt. Ich wollte meinen Koffer holen und warf eine Euromünze ein; nichts geschah - der Zahlbetrag verharrte auf 3€. Die Münze war aber weg!

Auf den Automaten steht, man solle bei Problemen zum Servicepoint gehen. Nun die Entscheidung: DB Info oder Reisezentrum? Ein Servicepoint war nirgends zu sehen.

Nach einigem Warten im Reisezentrum stellte sich dann heraus, dass ich zur Schließfachaufsicht gehen sollte… das ist in der Bahnhofshaupthalle neben Douglas. Dort bekam ich eine tolle Story mit und der Herr hinter der Theke gab mir freundlicherweise meinen Euro zurück - Interesse an dem Fehler hatte er aber nicht - auch die Automatennummer interessierte ihn nicht. Das nenne ich “Interesse am Job”!
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T-Mobile ausverkauft!

Nicht zu fassen: da will man mal einen Zugang zum ICE-Hotspot erwerben, da ist doch der Anbieter glatt ausverkauft:

HotspotError

Egal, über welchen Button ich auf der Startseite geklickt habe - z.B. den hier:
HotspotKaufen

Immer wieder kam der Content Error hoch.

Wow, hat den Hotspot vielleicht jemand gehackt? So ein wahnsinns-Fehler kann doch eigentlich gar nicht passieren, oder?
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Billiger Bahnfahren - leicht gemacht

Herr Andresen, Betreiber der Website Weberberg.de hat mich auf diese Info hingewiesen, die ich hier gerne weitergebe.

Interessante Infos; wer gerne günstig eine längere Bahnfahrt durch Deutschland machen möchte, sollte das unbedingt lesen.

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Lob an die Bahn: IC reloaded!

Wow.
Das war mein erster Eindruck, als ich in Bonn HBF in den Wagen 14 des IC 2217 stieg und nach meinem Platz schaute: erwartet hatte ich die typischen, durchgesessenen Stoffsessel, gefühlt aus 1940, die man üblicherweise in den inzwischen sehr in die Tage gekommenen IC-Zügen der Bahn findet.

An deren Statt aber fand ich das komplette Innenleben eines ICE-Wagens, komplett mit Dachpartie und Kofferablage.
Ein “Retrofit” der besonderen Art, ziemlich im Kontrast mit den vollflächigen Heizkörpern und uralten Fenstern (da original) des Waggon.

Gut, die Fahrwerke und damit die Akustik im Innenraum haben sich nicht geändert, wohl aber der Komfort: straffe Ledersitze und den gewohnten Steckdosen dazwischen, nagelneu, mit Klapptischen - super Sache!

Danke, Deutsche Bahn - ein echter Lichtblick!

IC-reloaded

Update 27.3.:
Freundlicherweise hat die Bahn per Twitter geantwortet und mir diesen Link geschickt. Die Bahn nennt das “Redesign”.

Im Stern Online gibt es auch einen kurzen Artikel mit Fotostrecke dazu.
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€99,50 überzogen - 2. Teil

Unglaublich: es war mir schon früher einmal in Ulm unerklärlich, jetzt sah ich durch Zufall in Neustadt/Weinstraße das selbe Phänomen:

Schliessfach-ueberzogen2

Ein paar Schließfächer weiter war der Nachzahlbetrag schon bei €97,50…

Sammelt da jemand Schließfachschlüssel und investiert die €2 um einen zu bekommen? Oder gibt es so viele Leute die ihr Gepäck vergessen?
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Die Bahn spart... Mülleimer

Als “Extrembahnfahrer” in den letzten Jahren habe ich schon viel mitgemacht, während ich per Zug durch die Länder reiste.

Das hier ist aber neu:

BahnSpartMuelleimer

Wie auch mein Vorgänger habe ich das erst einmal nicht bemerkt, dann aber gewundert warum mein eben in den Müll geworfenes Papier auf dem Boden landete…

Vielleicht erfahren die Tischmülleimer derzeit ein “technical Upgrade”?
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Internet im ICE? Fehlanzeige

Die Bahn bietet ja auf einigen Strecken (Köln-Stuttgart und Stuttgart-München, z.B.) einen T-Online Hotspot, der mehr oder wenig gut funktioniert (siehe auch frühere Kommentare in diesem Blog).

Auf dem Weg nach Berlin wird ein solcher Hotspot leider nicht angeboten; da freut man sich doch über die Hotspot-Funktion im iPhone… oder?

Auch hier Fehlanzeige. Die Transferrate geht üblicherweise nicht über 7-8 kBit (!) hinaus, oft sieht es eher so aus:

Internet-im-ICE

Auch ist bezeichnend, dass trotz eingeschalteter 3G Funktionalität durchgehend Edge zur Verfügung steht. In einem Bahnhof habe ich dann das iPhone kurz auf Flugmodus und zurückgeschaltet - und siehe da: kurzzeitig stand 3G zur Verfügung, aber weniger als eine Minute, dann ging das Signal zurück auf Edge.

Vermutung: da die Scheiben der ICE Züge metallisch bedampft sind, müssen in jedem Wagen GSM-Repeater zum Einsatz kommen, da man sonst fast nicht telefonieren könnte. Diese scheinen aber eine Generation von vor dem Jahr 2000 zu sein und lediglich Edge als Datenkanal zur Verfügung stellen. Weiterhin unterstelle ich, dass hier eine Datenraten-Drosselung stattfindet, um einen Edge-Kanal für alle Fahrgäste eines Wagens aufteilen zu können.

Liebe Bahn, wenn Ihr es nicht schafft, das entlang der Strecke verfügbare 3G-Signal auch im ICE-Innenraum zur Verfügung zu stellen, dann richtet doch bitte auf allen ICE-Strecken WLAN-Zugang ein, vielen Dank!
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€99,50 überzogen?

Ich mach mir ab und zu den Spass, wenn ich an den Schließfächern an Bahnhöfen vorbeikomme, zu schauen wie hoch die Nachzahlbeträge sind. Öfter sieht man €5 oder gar €12. Bislang war der Rekord bei €78 - der wurde heute in Ulm gebrochen - unglaublich:

Ueberzogen
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Fliegender Wechsel auf freier Strecke

Als “Extrembahnfahrer” erlebt man so seine Überraschungen, über einige habe ich hier schon berichtet.

Heute fuhr ich von Frankfurt HBF nach Mannheim, wobei die Fahrt schon “gut” anfing da der ICE wohl ausgefallen war und ein Ersatzzug eingesetzt wurde. Seltsamerweise stand auf Gleis 10 ein ICE, sogar mit Lokführer im Cockpit. Aber: die Türen waren geschlossen und auf dem Infoschild am Gleis hieß es, der Ersatzzug würde in den Abschnitten D..F einfahren.

Um 22:05 Uhr - 15 verspätet - traf dann auch der Ersatzzug ein, ein halber ICE 2. Klar, alles “kloppte” sich um einen Platz, ich ergatterte einen ganz vorne hinter dem Fahrer. In der Fahrerkabine hörte man eine Computerstimme ständig das Wort “Störung” wiederholen - es erinnerte mich ein wenig an die Stall-Warnung im Airbus. Der Fahrer hantierte auch ganz hektisch und griff schließlich zum Telefon. Was geredet wurde konnte ich nicht ausmachen, aber er fuhr nach dem Telefonat los.

Bei Walldorf/Mörfelden kam es dann zum “Gipfel” der Fahrt, als der ICE auf freier Strecke und direkt Kopf-an-Kopf (ein Gleis versetzt, versteht sich) mit einem ICE in der Gegenrichtung zum Halten kam. In diesem ICE war schon die vorderste Tür offen und jemand lief draussen mit einer Taschenlampe herum.

Ich dachte schon, es hätte sich wieder jemand vor den Zug geschmissen - es wurde aber skurril: die Lokführer tauschten Züge, schlossen die Türen und fuhren jeweils wieder los.

Fliegender Fahrerwechsel auf freier Bahn - das hatte ich noch nie!
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Gebrochene Züge...

Hier eine kleine Geschichte, die auf mein Unwissen bzgl. Bahnlingo beruht.

Ich suchte die aktuellen Infos zum Zustand des Stuttgarter HBF auf www.bahn.de, da gab es ja letzte Woche einen Unfall, dessen Schäden wohl erst jetzt so weit behoben werden konnten dass nur noch geringfügige Probleme im Zugverkehr auftreten.

Wie dem auch sei, stolperte ich über diesen Satz:

"Die Züge der Regional-Express-Linie Ulm-Stuttgart-Neckarelz und Gegenrichtung wird W(Sa) bis auf einzelne Züge in Tagesrandlage in Stuttgart Hbf gebrochen und wenden auf ihre Gegenleistung."

Da die Bahn eine Facebook-Seite hat, konnte ich mir das durch die Hilfe einiger freundlichen Bahn-Fans eindeutschen lassen: http://www.facebook.com/dbbahn/posts/443894718979808

Jetzt weis ich endlich, was ein gebrochener Zug ist und wann er auf Gegenleistung geht...
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Gottes Gabe

Wow: fahre eben im ICE durch den Ort "Gottes Gabe". Und ich dachte "Elend" ist der seltsamste Ortsname in Deutschland.
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Toiletten im ICE

Es muss einfach mal gefragt werden: wer kam auf die glorreiche Idee, die Toiletten im ICE so zu konstruieren, dass die Brille nicht oben bleibt?

Militante Sitzpinkler?

Sorry, sonst habe ich mit der sitzenden Form der Emission kein Problem, aber nicht im ICE…!
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Geisterzug IC118

Ich bin heute in einem Geisterzug gefahren.

IC118 der ÖBB, Abfahrt ab Stuttgart von Gleis 11: 15:12 Uhr.

Vollgestopft mit sehr lebendigen Menschen.

Auf der Bahn Website ist der Zug nicht bekannt - zu dieser Tageszeit werden nur ICE Verbindungen von Stuttgart nach Mannheim gezeigt:

Geisterzug

Was ist da passiert? Will die Bahn womöglich Fahrgäste weg von günstigeren und womöglich auch noch ausländischen Zügen zu ihren aufschlagpflichtigen ICEs lenken? Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Vielleicht doch eher ein Fehler in der Datenbank…
Das macht zumindest eine einfache Erklärung.
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ICE601 - mein eigener Wagen

Das hatte ich auch noch nicht: einen ganzen ICE-Wagen für mich.
Wagen 38 im ICE601 von Köln bis Frankfurt Flughafen war komplett leer.

Der grüne Koffer im Regal ist meiner…

ICE601

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Bin ich ein Bot?

Das habe ich jetzt schon zum zweiten Mal erhalten - bei einer einfachen Google-Suche:

Google_Machinecheck

Laut Google:

“Unsere Systeme haben ungewöhnlichen Datenverkehr aus Ihrem Computernetzwerk festgestellt. Diese Seite überprüft, ob die Anfragen wirklich von Ihnen und nicht von einem Robot gesendet werden.”

Passiert nur im Hotspot von T-Mobile… einmal abgesehen, dass das ziemlich lästig ist - was, bitte, sollen das für Buchstaben sein? Das kann nicht nur ein Bot nicht lesen, sondern auch ich nicht!

Google hat mich insgesamt vier Mal aufgefordert, einen solchen Test zu bestehen - keine Ahnung ob es 4-fache Sicherheit sein soll oder ob ich drei Mal die falschen Buchstaben eingegeben habe. Zeit, um nach Bing zu wechseln?
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Schleichwerbung am Bahnsteig?

Da sage noch jemand, Bahnfahren sei nicht informativ: eben (8:11 Uhr) bin ich aus dem ICE von Neustadt in Mannheim ausgestiegen, da wurde man am Bahnsteig 8 über ein aktuelles Angebot (“99€, reduziert von €300! Nee, schon neu…”) informiert. Den Anfang der Unterhaltung hatte ich leider verpasst, so dass ich nicht weis um was für einen Artikel es sich handelt.

Die freundliche Dame, die sonst “Ihre nächsten Verbindungen sind…” durchgibt, hatte wohl vergessen ihr Mikro auszuschalten, so dass man Ihre Seite einer wohl eher privaten Telefonunterhaltung 1A mitbekommen konnte. Positiv gesehen kann man wohl sagen: gut, dass es nichts Verfänglicheres war…
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Bahn.de Faux-pas

Fairerweise funktioniert die “Routingoption” beim Kauf von Online-Tickets unter www.bahn.de meist recht gut, auch wenn mann 4-5 Umsteigepunkte hat. Gestern war das System aber übereifrig. Ziel gestern Abend war das Ramada Hotel in Kassel, das direkt an der Haltestelle Stadthalle liegt.

Die Route mit Ziel Kassel Stadthalle ergab ab Kassel-Wilhelmshöhe eine Strassenbahnverbindung mit der STR 1 bis Rathaus und von dort mit der STR 4 bis Kongress Palais/Stadthalle, insgesamt (mit Umsteigen) fast eine halbe Stunde Straßenbahnfahren.

Tatsächlich ist die Station Stadthalle aber direkt vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe mit der STR 4 zu erreichen - es sind lediglich 3 Stationen, also keine 5 Minuten…

Keine Ahnung, was das System da “geritten” hatte.
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Verspätungs-Alarm der DB

Kürzlich wurde mir bewußt, dass es ein weiteres “Options-Kästchen” im Kaufprozess eines Online-Tickets bei der DB gibt: den Service “Verspätungs-Alarm”.

Hier schickt die Bahn eine Email an die mit dem Kauf verknüpfte Email-Adresse, sollte eine der gebuchten Verbindungen verspätet sein.

Ich habe diese Box erst bei drei Fahrten testen können - zum einen ist sie nicht automatisch abgehakt (wer wöllte diesen Dienst nicht haben?), zum anderen erscheint sie - zumindest auf meinem Laptop mit 16:9 Bildschirm - sinnvollerweise unterhalb dem angezeigten Fenster, so dass man sie nicht sieht wenn man nicht ‘drandenkt und runterscrollt.

Eben habe ich von der Bahn eine solche Email bekommen (ich sitze im ICE nach Kassel), mit der ominösen Warnung “für Ihre gebuchte Verbindung haben sich Abweichungen ergeben… Ermittelte Abweichung: Ein Anschluss wird ggf. nicht erreicht.”

Es gibt auch einen Link, über den man die aktuellen Verbindungsinfos auf www.bahn.de einsehen kann.

Seltsamerweise steht hier, dass mein ICE pünktlich in Kassel ankommen wird… dass die Straßenbahn, in die ich in 45 Minuten steigen soll verspätet ist, kann ich mir nicht vorstellen. Also: welchen Anschluss erreiche ich nicht?

Davon abgesehen dass Lufthansa einen solchen Dienst schon seit Jahren per SMS anbietet - die Email von der Bahn ist auf meinem iPhone (und wo würde ich die Nachricht sonst wohl lesen) nicht einmal mit Brille identifizierbar. Bitte besser machen, liebe Bahn - der Ansatz ist ja schon mal super.

Verspaetungsalarm

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Kriechstrom im EC?

Es ist mir schon öfters aufgefallen, jetzt muss ich das mal schriftlich festhalten: ich sitze im EC 217 (Saarbrücken-Graz) am Tisch und arbeiten. Da die Sitze vielleicht im Baujahr 1970 (okay, ich lasse auch 1980 gelten) modern waren, jetzt aber ausgelutscht sind, muss man mit dem Hintern schon ein wenig rauf und runter rutschen, um eine bequeme Sitzposition zu finden. Ich fühle mich dabei ein bisschen wie eine Katze, die sich dreimal auf der Couch dreht, um die ideale Schlafposition zu finden.

Dabei rutscht das Hosenbein ein wenig nach oben, die Socken halten nach einigen Jahren auch nicht mehr so gut - kurzum: mein blankes Bein berührt die Metallschiene, die diese seltsame Abkofferung, unterhalb des Fensters, begrenzt. Ich habe keine Ahnung was da drin ist, da sie durchgehen ist, kann es sich aber nur um Stromkabel handeln.

Und es fängt an zu bitzeln. “Okay”, denkt man, “da ist wohl eine raue Stelle am Metall” und ziehst das Bein wieder zurück. Man konzentriert sich wieder auf den Laptop und das Bein rutscht wieder an die Kante. Und da ist das Bitzeln wieder! Das hatte ich schon öfters, immer in diesen Dinosauriern der Langstrecken, IC und EC (doch BJ 1960?).

Das kann eigentlich nur ein Kriechstrom sein, wahrscheinlich ein ziemlich heftiger, es ist nämlich recht unangenehm.

Hoffentlich denke ich daran, beim nächsten IC/EC fahren ein Messgerät mitzunehmen… die Frage ist nur, gegen welche Masse soll ich messen?
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Odysee von Hamburg nach Mannheim

Als Bahn-Vielfahrer habe ich schon so einiges mitbekommen. Die Fahrt heute von Hamburg nach Mannheim (ICE 377) hat die absolute Krone des denkbar Unmöglichen aufbekommen.

                                      
Uhrzeit Ereignis
12:24 Pünktliche Einfahrt in Hamburg HBF. Die Sonne scheint, alles ist gut.
13:33 Wir stehen schon seit 10 Min. irgendwo vor Hannover - “Personen auf dem Gleis”.
14:24 Nach über einer Stunde geht es weiter.
14:55 Halt in Hannover Messe/Laatzen - außerplanmäßig. Weichenstörung. Evtl. Umleitung auf alte Nebenstrecke. Aktuelle Prognose: 90 Minuten Verspätung.
15:19 Es geht weiter. Weiche konnte repariert werden. Ist auch gut so: die Nebenstrecke hatte auch einen Defekt. Aktuelle Verspätung: 94 Minuten.
15:58 Vollbremsung vor dem Bahnhof Göttingen. Keine Info warum...
15:59 Am Bahnhof angekommen, gehen die Türen nicht auf. Dauert einige Minuten, dann gibt der Zugführer Entwarnung.
16:23 Ankunft in Kassel/Wilhelmshöhe. Ein Wahnsinnsgewitter ist direkt über uns, keinerlei Verzögerung zwischen Blitz und Donner. Hoffentlich gibt es nicht noch einen Einschlag. Der Bahnhof hat, zumindest über meinem Wagen, keine Überdachung. Es regnet in Strömen durch die offene Tür. Gut, dass ich hier nicht aussteigen muss - ich wäre in Sekunden komplett durchnäßt.
17:55 Ankunft in Frankfurt/Main - 1:55 Stunde verspätet.
18:00 Unglaublich: Der Zugführer meldet, wir können wegen Überbesetzung nicht abfahren! Alle Leute, die in den Gängen stehen, werden aufgefordert den Zug zu verlassen.
18:17 Stehen noch immer in FFM am Gleis. Ansage des Zugführers: “Personenruf. Herr Ralf L.: Ihr Sohn steht am Bahnsteig!”
18:19 Unglaublich: wir fahren!
19:00 Ankunft in Mannheim, mit genau 120 Min. Verspätung
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Schließfach-Wucher in Hamburg

Ist da ein Trend zu erkennen? Auch in Hamburg am HBF kostet ein kleines Schließfach jetzt €4, das Große sogar €6!

Lieber habe ich meinen Koffer mit zum Kunden geschleppt, als diesem Wucher der Bahn zu unterliegen!

Hoffentlich ist das kein Trend...
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Geisterzug

Ich sitze in einem regulären Regionalexpress (RE4969) von Frankfurt HBF nach Mannheim. Abfahrt Gleis 9 um 16:34 Uhr.

Dachte ich zumindest.
Was ich nicht wusste… ich sitze im “fliegenden Holländer der Bahn”:

DB BAHN - Verbindungen - Ihre Auskunft-1

Den Zug gibt es gar nicht - zumindest nicht elektronisch.
Nach etwas Recherche konnte ich ihn dann wenigstens im
Kursbuch 650 finden… Glück gehabt!
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WLAN im ICE

Schon klasse: auf bestimmten Strecken hat man im ICE WLAN Anschluss; da wir T-Mobile für unsere UMTS-Karten nutzen, ist die Verwendung eines Telekom WLAN Accesspoint im Vertrag inklusive.

Leider schafft es die Bahn nicht, eine stabile Verbindung herzustellen. Ständig bekomme ich - trotz bestehender und eingeloggeder Verbindung (Emails gehen z.B. raus) immer wieder Fehlermeldungen dieser Art:

ICE_WLAN_Datanotavailable

Das ist, wenn man sich überhaupt in den Accesspoint einloggen kann, das hier ist auch nicht selten:

ICE_WLAN_ERROR

Wie gut, dass ich wenigstens nicht dafür bezahlen muss und als Alternative noch immer den UMTS-Zugang habe!

Auch nett ist dieser Fehler, der auftrat, nachdem ich die Zugangsdaten eingegeben hatte:

ICE_WLAN_Error2

komischerweise steht die Verbindung trotzdem…
Wenigstens ist hier Telekom-CI in Form der farbigen Überschrift zu finden.

Tja, WLAN ist halt Hightech und erst seit kurzem überhaupt erforscht. Zumindest bei der Telekom.

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Schließfach-Wucher in FFM

Ab und zu ist es ganz praktisch, ein Gepäckstück in ein Schließfach am Bahnhof zu verstauen, wenn man z.B. über diesen Bahnhof einige Stunden später weiterfahren möchte.

So ging es mir heute, da ich im Langener Büro bin, um dann zum Flughafen FRA zu fahren.

Da meine Verbindung über Frankfurt/Main HBF führte und der einfachste Weg von Langen zum Flughafen mit Umsteigen dort verbunden ist, freute ich mich schon meinen Koffer im Schließfach zu deponieren, um ihn nicht mühsam über den Trampelpfad vom Bahnhof Langen in die Monzastraße zu zerren.

Als ich aber die Preise für Schließfächer am Frankfurter Hauptbahnhof sah, ist mir fast die Spucke weggeblieben.
Für ein kleines Schließfach verlangt die Bahn dort €4 für 24 Stunden! Sogar am Hauptbahnhof München werden nur 2€ fällig. Letzterer Betrag ist meiner Meinung nach übrigens absolut Usus in der gesamten Republik und auch noch zu rechtfertigen.

Dass die Bahn meint, am Frankfurter Hauptbahnhof abkassieren zu müssen finde ich eine Frechheit.
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Die Online-Gesellschaft? Nicht im ICE!

Es sind fast 6 Stunden Zugfahrt von Stuttgart HBF nach Berlin HBF.
Hat man einen Platz mit Tisch, ist das als Laptop-Gebundener schon die halbe Miete. Zwar hat die Bahn noch immer nicht geschnallt, das es bei Zweiertischen auch mal zwei Laptop-Nutzer nebeneinander gibt (es gibt nämlich auch in der 1. Klasse nur eine Steckdose), aber am Einzeltisch läßt es sich so gut arbeiten.

Wenn da nur nicht der Rückschritt in die 80er Jahre bzgl. Konnektivität wäre...

Gut, mit E-Plus als Provider ist man einigen Verbindungs-Kummer gewöhnt - da versucht man im Zug gleich gar nicht zu telefonieren. Aber auch die Verbindungsqualität mit meinem Mifi über D1 ist mies. Die ganze Fahrt über - bis auf eine Ausnahme - nur „2G” Konnektivität (was so viel heißt wie ISDN-Leitungsgeschwindigkeit), oft mit weniger als „zwei Balken” oder dann gar der Nachricht „No Network”.

Entweder die Telekom hat gänzlich auf Sendemasten entlang dieser Trasse verzichtet - was ich wegen den unglaublich vielen Tunnels sogar verstehen würde, oder die metallische Beschichtung der ICE-Fenster filtert jegliche Datenpakete direkt an der Quelle aus.

Vielleicht war der Ansatz, dadurch die Reisenden auf die Nutzung des On-Board-Internet zu „stubsen”... wenn es das nur gäbe? In der Schweiz hat man auf allen Strecken, die ich jemals bereist habe (und das sind einige!) WLAN im Zug - mit gutem Durchsatz. Das ist eigentlich beim heutigen Stand der Technik auch nicht wirklich schwierig. Für die Bahn aber schon, wie man sieht.

Somit ist man fast 6 Stunden lang von der Außenwelt - zumindest im digitalen Sinn - fast abgeschottet. Vielleicht sollte ich das nächste Mal doch lieber fliegen? Wenigstens habe ich UMTS-Zugang im Warteraum...
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Die spinnen, die Bahner! (Tock Tock Tock)

Das hier dürfte die Krönung meiner langen „Bahnfahrkarriere” sein. Es ist Montag früh, 20 Dezember. Ich steige aus dem ICE von Karlsruhe in Mannheim aus, um in den ICE nach Köln umzusteigen. Ich traue meinen Augen nicht: die Anzeigetafel zeigt einen einteiligen ICE, mit den Wagen 21-28 an.

Eine (automatisierte) Lautsprecheransage bestätigt die Vermutung: die Bahn fährt den 8:35er ICE tatsächlich nur einteilig. Warum, darüber sind wir nicht wichtig genug etwas zu erfahren. Nicht nur fehlt die Hälfte des Zugs, er ist auch noch falsch herum gereiht.

Das Chaos am Bahnsteig ähnelt amerikanischem Slapstick aus den `30er Jahren. Die Leute fallen quasi über einander. Kurz durchzuckt mich die selbe Vision - in 20 Jahren, wenn Stuttgart 21 fertig ist. Sind die Bahnsteige tatsächlich so schmal wie von der Opposition angefochten, werden in einer solchen Situation Menschen sterben.

Die Menschen pressen sich in den Zug - im Inneren kommen einmal wieder die 100% Idioten zum Vorschein, die es schaffen, explizit
nicht den Gang weiter in die Mitte zu gehen, sondern am Ende des Wagens stehen zu bleiben - der Zustrom erliegt, die Spannung steigt.

Dann kommt das Bahn-Sahnehäubchen: als alle endlich im Zug sind, kommt ein Plädoyer der Zugleitung, Reisende nach Köln und Düsseldorf sollen doch bitte wieder aussteigen, um einen IC am Gleis gegenüber zu nehmen. Dies würde den mit Ziel Köln um mehr als eine Stunde zurücksetzen, aber so könne der ICE nicht losfahren.

Von meiner Perspektive aus hat sich redlich wenig getan, in Sachen Seitenwechsel. Ich persönlich, mit einer (zu diesem Zeitpunkt erreichen) Platzreservierung in der Mitte des Wagens, hätte auch keine Möglichkeit gehabt ohne Blessuren wieder auszusteigen.

Wenig später, vermutlich ohne größere Entlastung, ging es dann doch los.

Wer auch immer bei der Bahn die Entscheidung getroffen hat, diesen Zug um diese Zeit einteilig fahren zu lassen, gehört gefeuert. Man sieht, einmal wieder, die Bahn hat
keinen Plan B.

Anmerkung: zwischen Frankfurt Flughafen und Siegburg wurden wir dann endlich über die Gründe für die Zughalbierung informiert: „Triebzugmangel aufgrund der witterungsbedingten Störungen gestern”. Ich fasse es nicht.
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Bananenrepublik-Zustände am Karlsruher HBF

Bin ich eigentlich der Einzige, der sich über die Parkhaus-Situation am Karlsruher Hauptbahnhof aufregt?

Hier eine Email vom 13. Dezember an die vom Parkhaus-Wächter genannte Kontaktperson bei der Karlsruher Fächer GmbH, die anscheinend für die Parkflächen zuständig ist.

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Sehr geehrte Frau X,

ein Mitarbeiter im "Parkhaus-Kassenhäusle" des HBF nannte Sie als Ansprechpartner zu diesem Thema.

Als sehr häufiger Bahnfahrer (mindestens 4 Bahnreisen / Woche) erlebe ich im letzten Jahr den absoluten Gau in Sachen "Parken am Bahnhof".
Die Situation ist Ihnen sicherlich nicht unbekannt.
Die Parkhäuser sind fast jeden Tag und meist schon ab 7:45h, aber auch am Nachmittag, komplett belegt. Die einzige Alternative ist, sich, wie viele andere Betroffene, dem "Wildparken" anzuschließen. Hier wird man genötigt, entweder auf der Halteverbots-Fläche entlang der Einfahrt zu P1, oder aber auf der "freien Wiese" zwischen Einfahrt und Bahnhofsgebäude zu parken - bei letzterem wird mindestens das Fahrzeug, meist aber auch die Kleidung und das Gepäck grundlegend verschmutzt.

Heute hatte ich einmal wieder diesen Fall. Als ich aber über den Eingang des P1 zu den Gleisen lief, traute ich meinen Augen nicht: ich zählte mindestens 20 freie Parkbuchten alleine im Abschnitt von der Ein-/Ausfahrt bis zur Nordunterführung!

Da ich noch einige Minuten bis zur Abfahrt meines Zuges hatte, lief ich zum besagten "Kassenhäusle", um zu fragen wie es sein kann dass das Parkhaus "voll" sei (es wurden auch keine anfragenden Autofahrer reingelassen), aber so viele Parkbuchten frei wären. Mir wurde mitgeteilt, dass die Firma Sixt in diesem Parkhaus ca. 100 Stellplätze gemietet habe und da wäre nichts zu machen. Auf meine Frage, warum diese Sixt-Stellplätze nicht als solche gekennzeichnet wären (das wäre für viele Leute die das selbe sehen sicherlich eine willkommene Erklärung) erhielt ich lapidar die Antwort, "in Ihrer Garage haben Sie Ihre Plätze doch auch nicht gekennzeichnet".

Das war für mich nun der zündende Funken, der mir den Geduldsfaden durchtrennt hat...

Bitte teilen Sie mir mit, wie die Sachlage tatsächlich ist (ich kann mir kaum vorstellen dass Sixt das halbe Parkhaus mietet) und mit welcher Planung gegen das verheerende Parkplatz-Problem am Karlsruher Hauptbahnhof seitens der Betreibergesellschaft bzw. der Stadt vorgegangen wird.

Vielen Dank.

Freundliche Grüße,


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Die Antwort war, wie erwartet, fadenscheinig:

Sehr geehrter Herr Baumeister,
es tut uns leid, dass Sie solche Schwierigkeiten haben. Leider müssen wir
Sie mit der Beantwortung Ihrer Fragen noch um etwas Geduld bitten,, da die
zuständige Bearbeiterin für diese Anfrage zur Zeit krank ist. Sie wird sich
nach Ihrer Rückkehr direkt mit Ihnen in Verbindung setzen. Wir danken für
Ihr Verständnis und verbleiben
mit freundlichen Grüßen


Ich habe nun zurückgeschrieben, dass ich nicht verstehe, warum nicht alle Mitarbeiter der Firma - vor allem die offiziell benannte Ansprechpartnerin - meine Email nicht direkt beantworten kann. Weiterhin habe ich den Namen der benannten „Bearbeiterin” erbeten.

Schau’n wir mal was zurück kommt.
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Bettlerei in Frankfurt Hbf

Es ist Monate her dass ich nach Frankfurt Hbf gekommen bin - meine Reisen führen üblicherweise zu bzw. über Frankfurt Flughafen.

Auf der Hin- sowie Rückfahrt ist mir ziemlich negativ aufgefallen wie viele Leute hier nach Geld betteln. Auf den Gleisen sind es meist Frauen; steht man länger am Bahnsteig (z.B. weil die Bahn einmal wieder spät dran ist), wird man auch mehrfach mit aufgehaltener Hand aufgefordert.

Auf der Verbindung vom Hbf nach Langen ging das sogar im Zug los, allerdings war es hier ein Mann der eine kleine Zeitung „verkaufte”.

Die Bahn scheint gegen diese Belästigung nichts zu unternehmen. Somit kann man davon ausgehen dass dieses Phänomen nicht abnehmen wird...
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Lichtlos

Lange ist es her, dass Lokomotiven mit einem dritten Scheinwerfer - mittig-oben - ausgestattet wurden. Mein Vater erklärte mir den Aufwand damals damit, dass es Autounfälle bei Nacht gegeben habe, weil Autofahrer die auf einer Straße parallel zur Bahntrasse einen herannahenden Zug als LKW auf Kollisionskurs deuteten.

Wahrscheinlich fuhren sie in den Graben, um dem vermeintlichen LKW zu entweichen.

Wie dem auch sei - heute bekam ich ein (für mich) Novum mit: “back to the roots”: einen “zweiäugigen” ICE. Eine der Scheinwerfer (vorne links) war ausgebrannt.

Dafür war aber das WC nicht defekt. Auch mal was.
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“Aus Witterungsbedingten Gründen...” oder: was passiert erst bei Regen?

Der Zug in dem ich jetzt sitze, von Karlsruhe nach Basel, hatte eine "witterungsbedingte Verspätung" von 10 Minuten... ich frage mich: was ist derzeit das Problem mit der Witterung, dass ein ICE 10 Min. zu spät kommt??? Was passiert dann erst bei Regen?

Natürlich mal wieder: "die Wagen 31..38 sind verkehrt herum gereiht, die Erste Klasse ist am Anfang und Ende des Zuges". Okay, kein Problem, mein Wagen 28 war sowieso für das Ende des Zuges vorgesehen. Was war tatsächlich? Die Wagen 21..28 waren verkehrt gereiht. Natürlich ergab das ein Wahnsinnsgerenne...

Ich hatte das in Karlsruhe schon einmal; beim heutigen Stand der Technik frage ich mich, wie es überhaupt möglich ist, einen solchen Fehler zu machen. Anders gefragt: wenn die Bahn nicht einmal weiss in welcher Reihenfolge ihre Wägen stehen, was wissen sie sonst nicht über ihre Züge?
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FDH für den ICE

Heute hatte ich ein längeres Meeting in Frankfurt, am NH Frankfurt Airport - klar, mit der Bahn zum Flughafen und mit dem Shuttle zum Hotel.
Als ich am Bahnsteig ankam, hieß es: der Zug fährt ohne die Wagen 31-38. Klar, so kann man auch Geld sparen: einfach einen Zugteil weglassen, dann braucht man weniger Strom. Ich hatte Glück: meine Reservierung war in dem Zugteil, der fuhr.

Auf der Rückfahrt dasselbe Spiel! Wieder hatte ich Glück mit meiner Reservierung; allerdings kann jeder, der einmal Freitag Nachmittag auf einer populären Bahntrasse (in diesem Fall Dortmund-Basel) unterwegs war, nachvollziehen, was in diesem Zug “abging”. Ich fühlte mich - trotz Sitzplatz - wie in einer Sardinendose.

Laut Zugbegleiterin, die befragt wurde, war der Grund für die Zughalbierung die verschärften Kontrollen der ICE Züge. Ich frage mich, ob es nicht machbar gewesen wäre, wenig befahrenere Strecken mit IC Zügen auszustatten und die Haupttrassen weiterhin mit “ganzen” Zügen zu bedienen?
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