Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

AVM betreibt "planned Obsolescence"

Da ist er mal wieder: der häßliche Kopf dieses modernen Monsters der "planned Obsolescence" - auf Deutsch: "geplante Überalterung".

Wohl bekannt von Firmen wie Apple, scheint auch AVM diesen Trend aufgegriffen zu haben.

Konkret: ich nutze zwei 7270 Fritzbox Geräte im Haus, u.a. als einfacher WLAN Zugangspunkt. Jetzt kam die Überlegung auf, eine AVM Steckdose zu kaufen, um übers Handy diese fernsteuern zu können. Die Steckdose nutzt DECT als Übertragungsweg, geschuldet der fehlenden Unterstützung von modernen (und sicherlich geeigneteren) Technologien wie Zigbee. Aber das muss ja dem Ding keinen Abbruch geben.

Leider hat die 7270 - da ein etwas älteres (aber noch einwandfrei funktionierendes) Gerät - schon länger kein Update mehr bekommen. AVM hat die Firmware der 7270 bei 6.06 eingefroren.
Um zu sehen ob die für diese Steckdose notwendige Software, "MyFritz", für den Alltag tauglich ist wollte ich diese schon mal mit der 7270 testen. Leider haben alle Versuche nicht gefruchtet, eine Verbindung herzustellen - immer wieder wurde ein SSL Fehler ("-1200" - das ist ja noch schlimmer als bei Windoof) als Verbindungsproblem angezeigt.

Jetzt habe ich auf der
AVM Website den Grund dafür gefunden:

Durch Änderungen in iOS ist die Kommunikation zwischen MyFRITZ!App und FRITZ!Box ab iOS 8.4.1 nur noch möglich, wenn auf der FRITZ!Box FRITZ!OS 6.10 oder neuer installiert ist:Installieren Sie auf der FRITZ!Box das aktuelle FRITZ!OS.



Klasse. Die Version 6.10 gibt es - wie oben erwähnt - für die 7270 nicht. D.h. ich soll jetzt effektiv beide Fritzbox Geräte, die einwandfrei ihren aktuellen Dienst tun, entsorgen und Neue kaufen…

Tja, da wird wohl nix draus, AVM… dann wechsle ich doch lieber den Anbieter!
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Warum ich nicht mehr bei Opodo buche

Da ich kurzfristig nach Amsterdam reisen musste und Lufthansa nur noch Business Klasse für den Rückflug im Angebot hatte, schaute ich kurz auf Opodo nach ob es noch andere Flüge gäbe die günstiger wären.

Prompt fand ich die selben Flüge wie auf Lufthansa.de gute 100€ günstiger - klar, da habe ich zugeschlagen. Die Buchung ging relativ reibungsfrei durch - über die Gestaltung von Webseiten kann man ja endlose Diskussionen führen, meiner Meinung nach gehört die von Opodo allerdings nicht zu den Besseren.

Prompt bekam ich auch eine Email mit der Bestätigung, dass die Buchnung in Bearbeitung sei. Kurz danach wurde mir eine sehr kurze Email zugestellt, dass es ein Problem mit meiner Kreditkarte gäbe und ich den Kundenservice anrufen solle. Klar, die Email kam um ca. 19:00 Uhr, der Kundenservice ist aber nur bis 18:00 Uhr erreichbar. Toll.

Opodo bietet für so wichtige Themen wie Zahlungsprobleme weder eine Email-Adresse noch ein Web-Formular, über die ein Kunde asynchron kommunizieren kann. Das darf ja auch gerne auf das eingeloggte Kundenkonto eingeschränkt werden, um Spam möglichst zu vermeiden.

Am nächsten Tag versuchte ich es mit dem Anruf. Mir wurde von einer Computerstimme mitgeteilt, dass 29 Anrufer vor mir dran wären und die durchschnittliche Wartezeit mit über einer Stunde berechnet wäre. Ich legte wieder auf - so viel Zeit hatte ich dann doch nicht zu verschwenden.

Also versuchte ich es heute Morgen nochmals. Diesmal nur 19 Anrufer und 28 Minuten. Scheinbar ist die Wartezeit nicht im linearem Verhältnis zur Anzahl der Anrufer aber sei's drum. In der Zwischenzeit versuchte ich in Parallel mein Glück mit einer Email an support@opodo.de. Eine Rückmeldung per Email habe ich bis dato nicht erhalten, auch keine dass es diese Adresse nicht gibt. War ja klar.

Faktisch hat wohl mein Kreditkarten-Anbieter die Zahlung abgewiesen. Opodo hatte auch schon die Transaktion komplett storniert, wurde mir mitgeteilt. Einfach so - eine Information (z.B. eine Email, das kostet nix) habe ich diesbzgl. nicht bekommen. Dass das System zu solchen Emails fähig ist zeigte sich, als ich den freundlichen Herrn am Telefon um eine schriftliche Bestätigung bat, die dann noch während des Telefonats bei mir ankam.

Opodo scheint zu denken dass sie unwichtige Ware handelt, bei der auch der Kunde kein Problem hat wabb sie ankommt oder ob sie überhaupt ankommt. Dass es im Onlinehandel guten Kundenservice geben kann beweist Amazon - Opodo hat nicht verstanden dass sie ohne treue Kundschaft kaum überleben wird. Man stelle sich vor, den Jahresurlaub bei Opodo zu buchen, bei solch einem grottenschlechten Service!

Nie wieder Opodo, schon gar nicht bei der Wartemelodie!
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