Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Jetzt hackts!

Wir wollen zwei Dachfenster einbauen lassen - dazu möchten wir natürlich mehr als ein Angebot einholen.

Also habe ich drei lokale Dachdecker angeschrieben, die eine Webpräsenz und Email-Adresse haben.

Heute kam eine Email einer dieser Dachdecker an, die ich hier - anonymisiert - einbinde. Kurz gesagt: die Firma verlangt €60 für ein mündliches Angebot; ein schriftliches ist erst im Februar 2014 wieder möglich...

Davon abgesehen, dass so mancher IT-Berater wohl Mühe hätte, den Stundenlohn des Meisters zu erzielen.

Alleine der Stil der Email könnte einen in den Glauben versetzen, man hätte es hier mit einem Facharzt zu tun.

Ich glaub’ jetzt hackts...!

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Sehr geehrter Herr Baumeister,

vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage.

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Erstberatungstermin mit unserem
Meister, Herrn xxx, vor Ort. Der früheste Anseh- und Beratungstermin
ist am Donnerstag, 12.12.2013 um 10.30 Uhr.

Bei diesem Erstberatungstermin erhalten Sie unsere Erstberatungsmappe, in
der wir uns als Dachdeckerei XXX vorstellen sowie viele interessante
Informationen.
Aufmaß, Planungs- und Beratungszeiten sind Arbeitszeiten und werden von uns
in Rechnung gestellt.
Unsere Erstberatung vor Ort berechnen wir mit 60,00 € pauschal und
beinhaltet eine ausführliche, mündliche Kostenschätzung.


Die Lieferzeit beträgt bei Velux in der Regel ca. 5 Arbeitstage.

Ein Einbau ist vor Weihnachten leider nicht mehr möglich. Je nach Witterung
können die Velux - Dachfenster im Januar 2014 eingebaut werden.

Auf Grund der vielen schriftlichen Anfragen, ist eine ausführliche,
schriftliche Kostenschätzung erst wieder Ende Januar / Anfang Februar 2014
möglich.

Unsere schriftlichen Kostenschätzungen sind kostenpflichtig und werden bei
einer Auftragserteilung mit der Endabrechnung verrechnet.
Die Höhe der Kosten für eine ausführliche, schriftliche Kostenschätzung
nennt Ihnen unser Meister vor Ort.

In Ihrem Fall ist möglicherweise eine ausführliche, schriftliche
Kostenschätzung nicht erforderlich, da unsere Velux - Dachfensterpreise
Katalogpreise sind und Sie diese einsehen können.

Unsere Angebote bzw. mündliche Kostenschätzungen basieren auf einem
realistischen Erfahrungswert, den Ihnen unser Meister vor Ort ausführlich
erörtern wird.

Unsere Arbeiten werden immer auf Stundennachweis und Materialaufwand
abgerechnet.
  Eine Facharbeiterstunde/Mittellohn kostet netto 53,80 € zzgl. 19 % MwSt.
  Eine Jungmeisterstunde netto 67,50 € zzgl. 19 % MwSt.
  Eine Meisterstunde/Chef kostet netto 78,00 € zzgl. 19 % MwSt.
  Eine Azubistunde 1. Lehrjahr kostet netto 32,50 € zzgl. 19 % MwSt.
  Eine Azubistunde 2. Lehrjahr kostet netto 37,50 € zzgl. 19 % MwSt.
  Eine Azubistunde 3.Lehrjahr kostet netto 43,50 € zzgl. 19 % MwSt.

Weitere Preise sind :
Kosten pro Anfuhr / Tag netto 30,60 €.
Maschinenstunde netto 11,80 €.

Zur Arbeitszeit zählen sowohl die Ladezeiten als auch die Anfahrt. Die
Heimfahrt geht zu unseren Lasten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung und freuen uns
auf Ihren Anruf.

Mit freundlichen Grüßen
Dachdeckerei XXX
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Obama: Ozapft is!

Passend zum Oktoberfest:

Obama-Ozapft_is
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Kaputt: Onlinebestellung bei DHL

Ei, was war das einfach früher, man konnte online einen Paketschein ausfüllen, per Paypal bezahlen und einfach sein Paket abgeben.

Das wollte ich kürzlich wieder tun. Die DHL Website bietet aber keine direkten Zahlungsdienste mehr an. An dessen statt, wird man auf eine Website www.paket.de umgeleitet (deren Zertifikat ungültig ist, sehr bedenklich). Dort wollte ein Login, das hatte ich nicht. Also: registrieren. Das ging aber nicht; laut Paket.de gab es meine Email schon als Anmeldename.

Strange. Okay, Kennwort zusenden lassen (“Passwort vergessen?). Das ist natürlich prompt im Spamordner gelandet. Aber: es ließ sich zurücksetzen. Wie sich herausstellte ist Paket.de nun wohl die Endverbraucher-Website für DHL, da waren nämlich noch meine uralten Daten von meiner Packstation-Registrierung hinterlegt, allerdings auch mit meiner alten Adresse, etc.

Seltsamerweise war eine
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CTRL-ALT-DEL für ICE Reloaded

Das Sahnehäubchen habe ich heute mitgemacht. Das Zurücksetzen auf freier Strecke war ja schon ein Erlebnis, jetzt eben wurde der ICE611 - im HBF Köln stehend - komplett zurückgesetzt.

D.h.: alle elektrischen Systeme werden abgeschaltet, die Türen werden geschlossen (und gehen nicht mehr auf). Das ganze ging gute 10 Minuten, dann war der Strom wieder da, begleitet von verschiedensten Summtönen. Leider ging es danach trotzdem nicht gleich weiter. Die Weiterfahrt klappte erst um 16:22 Uhr.

Anscheinend musste eine Batterie getauscht werden.
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Deutsche Bahn ist Vorschlagsresistent

2013-08-05 - FB Bahn

kein Kommentar...
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CTRL-ALT-DEL für ICE

Cool: Ctrl-Alt-Del für einen ICE auf freier Strecke zwischen Limburg und Siegburg! Das kenne ich sonst nur vom TGV in der französischen Pampa.

“Unser ICE hält unplanmäßig um einen technischen Defekt zu beheben”.

Das kann ja nur ein “Powercycle” sein, oder?

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Zweifacher Tadel an Deutsche Bahn

Eigentlich wollte ich diesen Text auf die Facebook-Seite der Deutschen Bahn stellen, da ich hier schon gute Erfahrungen mit einer schnellen Rückmeldung gemacht habe.

Leider läuft www.facebook.com/dbbahn ins Leere. Sucht man “Deutsche Bahn” auf Facebook, bekommt man zwar einige, verschiedene Infoseiten präsentiert - die Einzige, die auf eine Interaktion hindeutet, “DB im Social Web” ist leer:

2013-08-05 - Facebook DB

Nach einem fatalen Start der Bahn im Social Media im letzten Jahr hat man wohl wieder den Stecker gezogen.

Hier also mein Text - ich werde versuchen, die Bahn per Twitter auf diesen Post aufmerksam zu machen.

Liebe Bahn,
Folgendes ereignete sich heute früh um 7:50 Uhr in Neustadt / Weinstraße:

mein Anschlusszug, der ICE1557 fährt um 7:50 von Gleis 3. Dieser wurde am Bahnsteig als verkehrt herum gereiht angezeigt. Gut, das passiert ab und zu, also begab ich mich in Abschnitt A (anstatt Abschnitt D, wie sonst).

Der Zug fuhr ein, war aber nicht verkehrt herum, sondern richtig gereiht. Also lief ich los, ans andere Ende des Zuges. Auf dem weg stand ein DB-Angestellter, den ich freundlich (!) fragte, warum denn der Zug nun doch richtig herum gereiht sei, im Gegensatz zur Bahnsteiganzeige.

Er motzte mich extrem unfreundlich an, wer lesen könne sei klar im Vorteil und es stünde ja oben auf dem Schild, es sei auch angesagt worden. Dabei war er es der klar im Vorteil gewesen wäre, hätte er lesen können. Schon der Schwung an Leuten, die vom einen Ende des Bahnsteigs zum anderen rannten, hätten ihm Aufschluss über die Situation geben müssen!

Was mich noch mehr irritiert als die Art und Weise wie mit Kunden der Bahn (die schließlich das Gehalt dieses Herrn zahlen) umgesprungen wird ist, dass in einem Notfall in einem Zug die Bahn voraussichtlich gar nicht weis, an welchem Ende des Zuges der Wagen des Patienten sich befindet. 

Unklar ist mir auch, wie es zu so einer Verwechslung seitens des Personals, die das Schild bedienen, kommen kann. Die Änderung zu "Vorsicht: der Zug ist falsch herum gereiht" ist ja ein Information, den jemand über eine Taste oder eine PC-Eingabe erst einstellen muss. Also läuft ja auch hier die Information, wie der Zug gereiht ist, falsch.

Fehler können passieren; dass man am Bahnsteig vom Personal angeraunzt wird ist eine Unverschämtheit.

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Update 10:50 Uhr: DB_Bahn antwortete auf Twitter, dass FB eigentlich funktionieren sollte, also habe ich es sicherheitshalber mit Firefox getestet; und siehe da: damit geht es. Safari lädt nur eine leere Seite. Sehr mysteriös!
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Neue Methode um Geld zu machen

Wenn man viel Bahn fährt, erlebt man so einiges - nicht nur mit dem Transportmittel, sondern auch mit den anderen Fahrgästen.

Ich fahre schon lange Bahn auf den meisten Strecken, aber das heutige “Highlight” ist mir in den vielen Jahren noch nicht widerfahren:

Es ging um einen Sitzplatz, der scheinbar frei war, neben einem Herrn der eine Reservierung für seinen und für den leeren Platz hatte, sowie einem anderen Herrn, der herausfinden wollte ob er nun da sitzen könne oder nicht.

Das Fazit: der Herr mit der Reservierung hatte tatsächlich eine Doppelreservierung gemacht; in einem Wagen saß er und hielt den 2. Platz frei, in einem anderen Wagen seine Frau (die möglicherweise auch den 2. Sitz freihielt).

Da bot er dem wartenden Herrn doch glatt den zweiten Platz gegen Geld an… sehr zum Amüsement des Zugbegleiters, der zufälligerweise daneben stand.

Auch ihm war so etwas noch nicht untergekommen...
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Schwäbisch als Primärsprache

Kürzlich schaute ich mir ein interessantes Video an, in dem Stephen Wolfram höchstpersönlich sein WolframAlpha vorstellt. Die Thematik ist natürlich schon ziemlich interessant, vor allem da der aktuelle Trend “Big Data” - Schlagwort des Jahres - eigentlich den falschen Ansatz hat. Es ist ja nicht relevant, die größte Datenmenge zu haben. Relevant ist “Big Knowledge” - was natürlich, und das wird auch im Video klar, nur mit “Big Data” realisierbar ist.

Interessant wird es auch, wenn man sich von WolframAlpha ein paar Faken zu Deutschland auflisten lässt. So ist z.B. laut WolframAlpha die Sprache, die an dritter Stelle steht, Schwäbisch - noch vor Italienisch!

WolframAlpha-Swabian

Des hon i schau emm’r gwusst, dass es n’grond giabt, warum mi koin’r v’rstoht.
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Reisegepäck-Langlagerung

Eben wartete ich in der Schließfachaufsicht auf einen freien Schalter - vor mir war eine Gruppe Teenies.
Es stellte sich heraus (war nicht zu überhören), dass eine davon wohl vor fünf Wochen (ja, 5!!!) ihren Koffer eingelagert und vergessen hatte, sie bräuchte jetzt aber ein paar Klamotten daraus.

Einen Abholschein hatten sie nicht dabei, ich bin sicher die freundliche Dame, die hier Rede und Antwort stand, hat heute Abend eine tolle Geschichte für ihre Familie...
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Wucher am HBF Köln

Es gibt am HBF Köln eine Einrichtung, die in Deutschland voraussichtlich einzigartig ist, zumindest habe ich so etwas noch nie sonstwo gesehen: vollautomatische Reisegepäckautomaten.

Will man seinen Koffer einige Stunden (oder Tage?) an einem größeren, deutschen Bahnhof verstauen, dann findet man üblicherweise eine größere oder kleinere Ansammlung an Gepäckschließfächern, die man mit Münzen füttert.

Schon vor Jahren fand ich an einem relativ kleinen Bahnhof in den Niederlanden auch solche Gepäckfächer, die aber wenigstens per Kreditkarte bezahlt werden konnten. Anstatt einem Schlüssel bekam man eine mit Barcode bedruckte Papierkarte, die nicht nur als Quittung, sondern auch als automatischer Abholschein diente. Noch relativ einfach - auch in der Handhabung, aber modern (Papierkarte, Kreditkartenzahlung) und relativ günstig.

Schon öfters habe ich mich über Wucherpreise der veralteten Gepäckfächer an manchen deutschen Bahnhöfen beschwert. Was in Köln für das Wegschließen des Gepäcks verlangt wird ist aber schon der Härtefall: Hier hat die Bahn Gepäckautomaten aufgestellt, die - voraussichtlich - das eingelegte Gepäck mittels Fördertechnik im Keller einlagern.

Es stehen im vorderen Quergang (gegenüber vom Reisezentrum) neun solche Automaten (in drei 3-er Gruppen), immer mit fluchenden Reisenden davor, weil der Geldschein nicht geschluckt wurde oder die komplizierte Anleitung nicht in deren Sprache verfügbar ist.

Klar, Platz für Reihen über Reihen von Gepäckfächern können sicherlich gewinnbringender für Ladengeschäfte genutzt werden - somit ist dies eine enorm kostensparende Variante. Allerdings ist - wenn man bedenkt, dass an diesen Geräten noch immer nicht per Kreditkarte oder wenigstens Geldkarte bezahlt werden kann - der Mietpreis meiner Meinung nach zu hoch: €3 werden für 2 Stunden fällig, geht es über diesen Zeitraum hinaus, kostet das Einstellen eines Koffers €6 pro Tag!

Und: die Automaten nehmen nur Bargeld… nicht einmal mit Geldkarte kann bezahlt werden.

--- Update 03.05.13 ---

Heute hat der Automat 9 einen Euro verschluckt. Ich wollte meinen Koffer holen und warf eine Euromünze ein; nichts geschah - der Zahlbetrag verharrte auf 3€. Die Münze war aber weg!

Auf den Automaten steht, man solle bei Problemen zum Servicepoint gehen. Nun die Entscheidung: DB Info oder Reisezentrum? Ein Servicepoint war nirgends zu sehen.

Nach einigem Warten im Reisezentrum stellte sich dann heraus, dass ich zur Schließfachaufsicht gehen sollte… das ist in der Bahnhofshaupthalle neben Douglas. Dort bekam ich eine tolle Story mit und der Herr hinter der Theke gab mir freundlicherweise meinen Euro zurück - Interesse an dem Fehler hatte er aber nicht - auch die Automatennummer interessierte ihn nicht. Das nenne ich “Interesse am Job”!
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T-Mobile ausverkauft!

Nicht zu fassen: da will man mal einen Zugang zum ICE-Hotspot erwerben, da ist doch der Anbieter glatt ausverkauft:

HotspotError

Egal, über welchen Button ich auf der Startseite geklickt habe - z.B. den hier:
HotspotKaufen

Immer wieder kam der Content Error hoch.

Wow, hat den Hotspot vielleicht jemand gehackt? So ein wahnsinns-Fehler kann doch eigentlich gar nicht passieren, oder?
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Winzersekte

Ich wusste es - ohne Religion geht es auch bei den Winzern nicht. Hoffen wir, dass sie Bacchus anbeten:

Winzersekte
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Billiger Bahnfahren - leicht gemacht

Herr Andresen, Betreiber der Website Weberberg.de hat mich auf diese Info hingewiesen, die ich hier gerne weitergebe.

Interessante Infos; wer gerne günstig eine längere Bahnfahrt durch Deutschland machen möchte, sollte das unbedingt lesen.

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Winter ade!

Es hat geholfen:

winterade

Quelle unbekannt.
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SternTV - Typischer Sensationsjournalismus

Im gestrigen Beitrag “135 Tage zum Schutz der Wale” ging es um u.a. zwei Deutsche, die unter der Flagge der Organisation Sea Shepherd mithalfen, die japanische Walfangflotte bei ihrer gruseligen, als “Research” getarnten Arbeit zu stören.

Leider war ich einmal wieder von der miserablen Qualität des SternTV-Journalismus enttäuscht. Zum einen kann ich mir nicht vorstellen, dass es in 4 Monaten auf See zu nicht mehr als den geschätzten 10 Sekunden Film, die während dem gesamten Beitrag ständig wiederholt wurden, gekommen ist kann ich mir nicht vorstellen.

Natürlich ist das arg, wenn ein Schiff sich zwischen Tanker und Walfänger setzt und dann auf der Breitseite getroffen wird; bei Wellengang wird sich das übrigens kaum vermeiden lassen - die Organisation kann sich wahrscheinlich glücklich schätzen, wenn sie von den Japanern nicht vor dem Seegericht verklagt wird, wegen gefährlichen Manöver auf See.

Im Interview kam dann schon fast zufällig auf, dass Herr Jost studierter Japanologe ist; seine Aufgabe war wohl, den Funkverkehr der Walflotte abzuhören um den Schafhirten eine bessere, taktische Position zu geben. Warum hat Herr Hallaschka ihn nicht zu den Hintergründen des japanischen Walfangs befragt? Oder wie man ggf. die japanische Gesellschaft über Propaganda und Aufklärung dazu bringen könnte, vom Verzehr des Produkts abzusehen? Schließlich gilt auch hier: kein Markt, kein Walfang.

Interessant hätte ich auch eine Information zu der Organisation Sea Shepherd gefunden. Da von mehreren Schiffen die Rede war und da der ständig wiederholte Filmclip eindeutig von einem anderen Schiff der Sea Shepherd Flotte gedreht wurde, würde mich schon interessieren wo die Finanzierung dafür herkommt. Schiffe dieser Art (das ist eine Heli-Plattform hinten!) dürften im 2-stelligen Millionenbereich liegen; das nur über Spenden von Privatbürgern zu finanzieren sehe ich als schwierig an, wer steckt noch dahinter?

Einmal wieder bekam ich frontal (kleines Wortspiel) präsentiert, warum die GEZ-Gebühr vielleicht doch nicht so nervig ist; trotz Werbefinanzierung schafft es RTL leider nicht, einen Journalismus zu präsentieren, der es über nervigen Sensationsjournalismus hinaus schafft.
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Konvertierung: vom iPhone zu Android

Konversion - lat. “conversio” - “Umwendung, Umkehr”: das ist eine kurze Definition des Wortes.

Vielleicht hat es mit einer Midlife-Crisis zu tun, schließlich gab es eine - wenn auch weniger brisante - weitere Konvertierung sehr kürzlich in meinem Leben (siehe
hier). Konvertierungerden entweder durch das Schwert (heutzutage wohl eher “durch die Drone”), durch die Liebe oder eben durch Technikfrust hervorgerufen. In diesem Fall waren weder das Schwert noch die Liebe schuld.

Probleme hatte ich in letzter Zeit immer häufiger mit meinem iPhone, je höher die Versionsnummer von iOS kletterte. Hinzu kam eine immer größer werdende Frust mit der Onscreen-Tastatur. Auch quer gehalten lag meine Trefferrate niedrig genug, um ständig für Korrekturbedarf zu sorgen. Leider ist das genaue Positionieren des Cursors auf dem iPhone für mich mindestens so schwierig, wie die richtigen Tasten zu treffen, so dass Texteingabe generell zur Qual wird.

Ein persönlicher Test der
Trekstore i.Gear Slider-Tastatur hat - und das finde ich extrem schade - ergeben, dass eine Bluetooth-Tastatur mit dem iPhone einfach nur nervig ist. Voraussichtlich schon aus diesem Grund liegt der aktuelle Neupreis für dieses vielversprechende (aber nicht haltende) Teil auf Amazon bei 25€. Vor allem wird der Akku des iPhone, der schon in “Natura” schwach genug auf der Brust ist, durch die ständige Bluetooth-Verbindung mit der Tastatur noch schneller leergesaugt. Die Tastatur ständig ein- und auzuschalten nervt, schon wegen der Zeit die benötigt wird, um die Verbindung wieder herzustellen (nur wenige Sekunden, aber zu lange, um “im Takt” zu bleiben).

Irgendwann dann fing die “dunkle Seite” an mir zu nagen: es gibt einige ziemlich gut wirkende Smartphones mit Blackberry 7, WebOS bzw. Android als OS, die mit festen oder Slider-Tastaturen ausgestattet sind. Los ging eine abendliche ebay-Arie, mit Motorola Pro+, Blackberry Torch 9810 und sogar dem HP Pre 3 (ehemals Palm) in der engeren Auswahl.

Nach einiger Recherche über BB-OS7 entschied ich, das Blackberry außen vor zu lassen. Zwar überzeugten Testberichte des HP Pre 3, da WebOS aber nicht weiterentwickelt wird, wollte ich mich hier nicht in eine Sackgasse begeben. Letztendlich entschied ich mich für das
Motorola Pro+ mit Android 2.3.6.

Nach einigen verlorenen Auktionen (das Teil ging weg wie warme Semmeln - und das, obwohl es bei einem Discounter im vorigen August zu Schnäppchenpreisen zu haben war) stieß ich auf ein “sofort kaufen” Angebot für 99€. Etwas ins Schwitzen kam ich, da der Verkäufer noch keinen einzigen Verkauf auf ebay getätigt hatte, ich schlug aber trotzdem zu. Und das war gut so - das Handy kam schneller als der Wind und schien komplett neuwertig zu sein.

Der erste Tag mit Android Gingerbread ließ mich realisieren, dass dieses Betriebssystem so schlecht gar nicht ist. Natürlich ist es gänzlich anders als iOS (so wie z.B. Windows gänzlich anders zu bedienen ist als MacOS), ich fand mich aber sehr schnell zurecht. Auch war die Bedienung, trotz etwas angestaubter Prozessor-Technik des Pro+, recht zügig (etwas, was ich über meinen iPod Touch 2. Generation mit iOS 4 nicht sagen kann!).

Die Tastatur des Pro+ ist sehr gut - das Telefon als solches erinnert mich wohlwollend an mein heißgeliebtes Palm Treo 650. Lediglich irritiert die Nähe der obersten Tastenreihe zu den Android-Hotkeys; drückt man zu unverfroren auf den Zahlentasten herum, trifft man gerne die “Zurück”-Taste, was etwas nervig sein kann. Auch das Display entzückt, auch wenn es einen Tick größer hätte ausfallen können (für einen Fernsichtigen wie mich zumindest).

In Parallel zum Motorola Pro+ hatte ich aber mein Auge auf ein weiteres Gerät geworfen: das Sony-Ericsson
XPERIA pro, mit Slidertastatur. Ich bestellte es in parallel zum Motorola, u.a. weil die Slider-Tastatur eben die gesamte Länge des Geräts abdeckte (nicht nur die Breite wie beim Motorola) und weil dafür ein offizielles Android 4.04 verfügbar ist.

Letztendlich hat das XPERIA pro gewonnen. Ich hatte es in Rot bestellt, und darin sieht es wirklich klasse aus. Android 4.04 Ice Cream Sandwich (ICS) ließ mich schlecht staunen, als ich einige Features entdeckte deren Fehlen mich in iOS schon oft irritiert hatte, z.B. ein Widget für den schnellen Zugriff auf die ein-aus-Schalter für Wlan, GPS, etc.

Die Tastatur des XPERIA ist erste Sahne, trotz Folientasten; bis auf ein ungewolltes Shiftlock ab und zu bin ich extrem treffsicher darauf; das Tippen geht flüssig von der Hand - wie ich es mir für’s iPhone gewünscht hätte. ICS bietet eine Fülle von extrem ergonomischen Funktionen; leider mit dem Wermutstropfen, dass die Hardware des XPERIA pro für 4.04 ab und zu leicht überfordert ist - ich hätte mir hier eine etwas knackigere Reaktion gewünscht.

Inzwischen habe ich meine Kalender und Kontakte komplett von iCloud auf Google konvertiert, so dass ich vom Mac, vom iPad und vom Android-Handy darauf zugreifen kann. Da alle wichtigen Applikationen, die ich vom iPhone her kenne verfügbar sind, habe ich bis dato das iPhone nicht vermisst. Unglaublich, aber wahr.

Und: die Sprachqualität des XPERIA ist - im Gegensatz um iPhone - um Welten besser; ich war am Anfang etwas erschrocken, jetzt bin ich nur noch begeistert.

Sollte Apple auf die (super) Idee kommen, ein iPhone in der Zukunft mit einem Slider-Keyboard mit direkter Verbindung (kein Bluetooth!) anzubieten, dann könnte ich mir vorstellen zu iOS zurückzukehren - aber dann müsste iOS 7 da sein und unerwarteterweise einen enormen Aufholschub an Ergonomie und Funktionalität hinter sich haben!
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Lob an die Bahn: IC reloaded!

Wow.
Das war mein erster Eindruck, als ich in Bonn HBF in den Wagen 14 des IC 2217 stieg und nach meinem Platz schaute: erwartet hatte ich die typischen, durchgesessenen Stoffsessel, gefühlt aus 1940, die man üblicherweise in den inzwischen sehr in die Tage gekommenen IC-Zügen der Bahn findet.

An deren Statt aber fand ich das komplette Innenleben eines ICE-Wagens, komplett mit Dachpartie und Kofferablage.
Ein “Retrofit” der besonderen Art, ziemlich im Kontrast mit den vollflächigen Heizkörpern und uralten Fenstern (da original) des Waggon.

Gut, die Fahrwerke und damit die Akustik im Innenraum haben sich nicht geändert, wohl aber der Komfort: straffe Ledersitze und den gewohnten Steckdosen dazwischen, nagelneu, mit Klapptischen - super Sache!

Danke, Deutsche Bahn - ein echter Lichtblick!

IC-reloaded

Update 27.3.:
Freundlicherweise hat die Bahn per Twitter geantwortet und mir diesen Link geschickt. Die Bahn nennt das “Redesign”.

Im Stern Online gibt es auch einen kurzen Artikel mit Fotostrecke dazu.
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Das Ende einer Ära: Dyson ersetzt

Nach 7 Jahren Dyson haben wir uns wieder für einen Beutelsauger entschieden. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. der logische Nachfolger unseres aktuellen Dyson (DC-19) wäre ein "Ball" gewesen - der ist mir aber viel zu teuer
  2. vom Dyson waren wir nicht mehr überzeugt; trotz regelmäßiger Filterreinigung und Staubbox-Leerung ist das Gerät extrem laut geworden (oder war es das schon immer?) - an Unterhaltung während dem Saugen ist nicht zu denken, da ist schreien angesagt
  3. wohl durch scharfkantigen Staub / Steine ist die Innenseite des Staubbehälters total verschlissen, sprich: Matt. Optisch ist mir das egal, es scheint aber den Effekt zu haben, dass Staub nicht mehr herunterfällt sondern oben hängen bleibt, was zur Verstopfung der Luftdurchführung im oberen Behälterabschnitt führt - und zu weniger Saugleistung
  4. von der Bodendüse war ich noch nie überzeugt - so richtig gut saugt diese nur von der Seite - bei größeren Krümeln ist dann auch mal hochheben und auf die Krümel legen angesagt. Nicht, was ich von einem so teueren Gerät erwarte!

Klar, für den Dyson gibt es fast alle Teile zum Nachkaufen, aber in ein 7-Jahre altes Gerät werde ich wohl kaum viel Geld in Ersatzteilen investieren… nach Murphy geht gleich danach der Motor kaputt :-)

Also ging die Recherche nach einem Nachfolger los. Eine Zeit lang stand der Bosch Roxx zur Disposition; als wir das Gerät im Laden dann anschauten, waren meine Frau und ich uns sofort einig: der würde es nicht werden (zu schwer und zu billig gemacht).

Letztendlich überzeugte ein Gerät von Siemens mit “Kompressortechnologie”. Im Testbericht überzeugte das Gerät die Tester sehr, da es im Schnitt sehr leise ist, aber enorm viel Saugkraft entwickelt. Das Gerät im Text war eine Version “Z.4”. Im Laden habe ich aber einen “Z.5” entdeckt, der stark heruntergesetzt war (aber neu). Da habe ich zugeschlagen.

Gegenüber dem Z.4 bietet der Z.5 über 10% mehr Beutelvolumen (4,5 Liter statt 4 Liter) und ein größeres HEPA Filter. Vor allem letzteres dürfte enorm zur Saugleistungs-Erhaltung beitragen, vor allem wenn es schon verschmutzt ist.

Die erste Eindrücke sind allesamt positiv:
  • das Gerät ist wirklich sehr leise - gut, ich habe nur den Dyson als Vergleichsgerät, es mag also noch leisere Staubsauger geben, viel Unterschied wird aber kaum möglich sein - es wird schließlich Luft mit hoher Geschwindigkeit bewegt.
  • die Saugleistung ist der absolute Hammer. Das Gerät wurde u.a. mit einer Parkettbürste (umschaltbar auf Teppich) geliefert. Saugen macht endlich wieder Spaß, da der Dreck auch wirklich im ersten drüberfahren weggesaugt wird. Ich fahre auch auf Parkett mit der “Teppich” Leistungseinstellung (ca. 3/4) ohne Probleme.
  • ganz toll finde ich die rotierende Schlauchsteckdose im Gerät - der Saugschlauch, der übrigens einen extrem guten Eindruck macht, im Gegensatz zum Dyson, wo ich ihn regelmäßig abgeknickt habe - steckt in einer um 360° drehbaren Vorrichtung, so dass der Schlauch sich nie “verwickelt”
  • die Bedienung der Teleskopstange sowie entfernen und wieder einklicken von Zubehör ist vorbildlich. In den letzten Jahren musste ich beim Dyson immer wieder mit Silikonspray nachhelfen, sonst hätte man die recht klobigen Kunststoffteile nicht richtig auseinanderbekommen
  • Der Zubehör (Polsterdüse und noch ein Teil, dessen Sinn ich noch nicht verstanden habe) sind am Korpus unter einer Klappe aufbewahrt. Das dürfte gut verhindern, dass die Sachen irgendwann in Schubladen landen und nicht mehr auffindbar sind (wie das beim Dyson der Fall war) - das gibt es beim Z.4 aber auch nicht
  • die Rädchen unten (4 Stück) sind um 360° drehbar, was den Korpus sehr leicht zum hinterherziehen macht. Manchmal dreht er sich dabei etwas seltsam, das stört aber nicht wirklich.

Einziges, wenn auch kleines, Manko ist: nimmt man den oberen Teil der Teleskopstange ab - und das mache ich z.B. um Schubladen auszusaugen recht häufig - ist, vermutlich durch das Einrastloch am unteren Rand des Saugrohres, der Luftstrom unangenehm laut. Es “pfeift” quasi durch. Das hat keinen Einfluss auf die Saugleistung, es ist aber akustisch etwas störend. Punkte ziehe ich dafür nicht ab (wäre höchstens einen Halben wert).

Fazit: bislang eine absolute Kaufempfehlung.

---------------- Update 13.05.13 ----------------

Wir bereuen den Kauf des Siemens Saugers nicht im geringsten. Kürzlich habe ich mal geschaut wie es mit dem Beutel aussieht. Etwas Saugkraftverlust war zu erkennen, allerdings unwesentlich, da das Gerät eine so enorme Saugleistung hat.

Und in der Tat: der Beutel war gestopft voll! Das Wechseln war kinderleicht (das erste Mal wechseln seit dem 18.3.!) - es wird sogar beim herausheben eine dünne Membran vor die Öffnung gezogen, welch Komfort!

Nachdem der Beutel und der Endfilter (der in der Beutelpackung beilag) gewechselt waren, saugte sich die Parkettdüse wieder am Boden fest - es ist also schon ein Verlust an Saugkraft bei vollem Beutel vorhanden - ist aber nicht relevant, wie schon beschrieben.

Weiterhin gibt es nur zwei Meckerpunkte:

  1. Der Kabeleinzug ist Kruscht - da vermisse ich die hervorragende Einzugsvorrichtung des Dyson auf Knopfdruck. Beim Siemens - wie sicherlich bei vielen Saugern - muss man einige Male ziehen um den richtigen “Punkt” zu finden, bei dem das Kabel eingezogen wird. Das erfolgt übrigens eher zaghaft, z.T. auch nicht komplett. Note 5 dafür.
  2. Die Rädchen sind wirklich zu klein. Zieht man den Sauger über sein eigenes Kabel, dann bleibt er daran hängen; ein kräftiger Zug am Schlauch befördert ihn wieder vorwärts, das nervt aber ein bisserl. Note 4 dafür.

Dennoch weiterhin eine klare Kaufempfehlung!
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€99,50 überzogen - 2. Teil

Unglaublich: es war mir schon früher einmal in Ulm unerklärlich, jetzt sah ich durch Zufall in Neustadt/Weinstraße das selbe Phänomen:

Schliessfach-ueberzogen2

Ein paar Schließfächer weiter war der Nachzahlbetrag schon bei €97,50…

Sammelt da jemand Schließfachschlüssel und investiert die €2 um einen zu bekommen? Oder gibt es so viele Leute die ihr Gepäck vergessen?
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Gibt es auch 1/4 Analyse?

Am HBF Mannheim gibt es derzeit eine Ausstellung von Infotafeln zu den verschiedenen Missionen zum Mars. Ziemlich interessant, finde ich eine klasse Sache.

An dieser Tafel ist mir etwas aufgefallen:

Marsauto

Man wundert sich manchmal über die Autoren solcher Texte… warum waren es “…über 15 chemische Analysen…”? Waren es 16? Dann könnte man ja 16 schreiben. Vielleicht gibt es aber auch Analysen, die man nur zur Hälfte, oder gar zum Viertel zählt?

Mit den Analysen halte ich es wie mit dem Weinschoppen - auf einem Weinfest in Kirrweiler hörte ich letztes Jahr die Dame vor mir in der Schlange fragen, ob es auch “ein Achtel Wein” gäbe. Die Bedienung schmunzelte (ich auch).
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Eindrücke von der CeBIT

Heute war der Tod auf der CeBIT - und dieser Eindruck wurde durch die gähnende Leere mancher Messehallen bekräftigt.

TodAufDerCebit

Für jemanden, der ohne Unterbrechung alle CeBIT Messen seit 1992 besucht hat, ist der Zustand der Messe - den Eindruck den sie hinterlässt - in etwa vergleichbar in etwa mit dem, was aus der Firma Kodak geworden ist.

Sogar in Halle 3, wo u.a. die ECM-Branche und der VOI untergebracht sind, musste unverkaufte Fläche durch Anbieter von Massagematratzen aufgefüllt werden, ein Phänomen, dass ich in einigen Hallen beobachtet habe.

Die Themen sind zum Teil extrem zerklüftet. So findet man Chinesische Hersteller von Komponenten auch in Halle 12, wo diese doch zum Großteil in Halle 17 angesiedelt sind. Die Gänge in manchen Hallen sind so groß dass es einem schon unheimlich vorkommt.

Halle 17 sollte eigentlich auch eHealth-Themen beinhalten - leider Fehlanzeige.

Die CeBIT geht den “Bach runter” - ich bin gespannt, welche Negativrekorde in Sachen Besucherzahlen dieses Jahr aufgestellt werden.
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Mengenlehre bei der Bahn

Leser meines Blogs wissen, ich schreibe gerne über die Deutsche Bahn. Üblicherweise lästere ich über Erfahrungen, die ich bei meinen häufigen Bahnreisen gemacht habe. Einfach mal rechts auf “Bahnreisen” klicken, dann gibt es eine gefilterte Übersicht.

Das hier ist aber auch für mich neu: die Bahn macht Werbung, um für sich als Unternehmen und vor allem Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Leider scheinen die Werbefachleute, die dieses Grafik erstellt haben, bei der Mengenlehre in der Grundschule nicht aufgepasst zu haben (oder sind sie gar durchgefallen?):

BerufBahner

Mir sagt das: für die 500 möglichen Berufe gibt es bei der Bahn nur ganz wenige Jobs.
Oder: von den 7.000 verfügbaren Jobs bei der Bahn sind nur ganz wenige auf einen Beruf ausgerichtet.
Der Rest? HiWi?

Es wäre interessant herauszufinden, welche Agentur sich um diese Inhalte gekümmert hat - um zu vermeiden sie selber einmal anzuheuern!

Das Plakat hängt übrigens im Mannheim HBF im nördlichen Gang unter den Gleisen.
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Die Bahn spart... Mülleimer

Als “Extrembahnfahrer” in den letzten Jahren habe ich schon viel mitgemacht, während ich per Zug durch die Länder reiste.

Das hier ist aber neu:

BahnSpartMuelleimer

Wie auch mein Vorgänger habe ich das erst einmal nicht bemerkt, dann aber gewundert warum mein eben in den Müll geworfenes Papier auf dem Boden landete…

Vielleicht erfahren die Tischmülleimer derzeit ein “technical Upgrade”?
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Amazon Payments: Email an die BaFin

“Kunden, die sich über ein von der BaFin beaufsichtigtes Unternehmen beschweren möchten, können sich gemäß § 4b FinDAG mit Beschwerden an die BaFin wenden.“ (siehe hier)

Versuchen wir es auf diese Weise - meine Email an poststelle@bafin.de:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem mit Amazon Payments, das sehr einfach zu lösen wäre, wenn diese Firma (?) eine Kontaktadresse zur Verfügung stellen würde.

Meine Anfragen über Amazon.de wurden bislang immer mit "der Amazon.de Kundendienst kann Amazon Payments Anfragen leider nicht beantworten, wir leiten Ihre Anfrage aber gerne weiter - in Kürze wird sich Amazon Payments mit Ihnen in Verbindung setzen" - was bis dato leider nicht zu einer Kontaktaufnahme geführt hat.

Deswegen meine Frage: ist eine Organisation wie Amazon Payments unter Ihrer Aufsicht? Nicht einmal deren Rechtsform oder Niederlassungsadresse sind im Internet zu finden!

Wenn ja - können Sie mir eine postalische Adresse nennen?

Wenn nein - welche Behörde kümmert sich denn um diese Art der Zahlungsverkehrs-Organisation?

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen,

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Die Antwort der BaFin ließ nicht lange auf sich warten:

Sie wenden sich wegen des Geschäftsgebarens der Firma Amazon Payments Europe Luxemburg, an die BaFin.

Allgemein darf ich Ihnen hierzu mitteilen das für Unternehmen aus den EWR-Staaten im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit- unter den Voraussetzungen des § 53b KWG
(sog. Notifizierungsverfahren / Europäischer Pass) – sowohl die Möglichkeit des Betreibens erlaubnispflichtiger Geschäfte im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs besteht - ohne entsprechende inländische Präsenz – als auch die Möglichkeit der Errichtung einer Zweigniederlassung (§ 53b Abs. 1 KWG).

Die Beaufsichtigung eines grenzüberschreitend tätigen Kreditinstitutes / Dienstleisters erfolgt ausschließlich durch die Aufsichtsbehörde des Herkunftslandes.

Dieses gilt auch für Amazon Payments Europe S.C.A., 5 Rue Plaetis, L 2338 Luxemburg.

Die betreffenden Institute können – sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind – nach § 2 Abs. 4 KWG für bestimmte Geschäftsbereiche von der Erlaubnispflicht nach
§ 32 Abs. 1 KWG freigestellt werden.

In diesem Zusammenhang darf ich auf das zu diesem Thema veröffentlichte Merkblatt (Hinweise zur Erlaubnispflicht nach § 32 Abs. 1 KWG in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und Abs. 1a KWG von grenzüberschreitend betriebenen Bankgeschäften und/oder grenzüberschreitend erbrachten Finanzdienstleistungen) verweisen, das auf der Internetseite der BaFin aufzurufen ist.

Bei Anfragen oder Beschwerden, darf ich Sie daher Bitten sich an die Adresse der zuständigen Aufsicht zu wenden.

Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF)
110, route d´Arlon
L- 2991 Luxembourg
Tel.: 00352 26 25 1 – 1
Fax: 00352 26 25 1 – 601
E-Mail: direction@cssf.lu

Die BaFin selbst kann Ihnen bei Ihrem Anliegen leider nicht behilflich sein.
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Prozessprobleme bei Amazon, Teil 5

Bis dato keinerlei Meldung von Amazon Payments.

Eine Recherche “amazon payments deutschland kontaktdaten” brachte mich auf eine Email-Adresse impressum@amazon.de, die offizielle Email-Adresse für Amazon Payments als Alternative zum Kontaktformular (das ich wegen der Kontosperrung bis dato nicht verwenden kann). Ich muss schon sagen, eine seltsame Email-Adresse für den Dienst, aber wie auch immer.

Eben ging diese Email an die Adresse raus:

Sehr geehrte Damen und Herren,

inzwischen versuche ich seit Wochen, ein Problem mit meinem Amazon Payments Konto aufzuklären.

Leider ist es über die "nehmen Sie Kontakt mit uns auf" URL nicht möglich, Kontakt aufzunehmen, da mein Konto gesperrt ist.

Ich habe versucht, per Email, Chat sowie auch Telefonat mit Amazon.de die Sache zu klären, jedes Mal wurde mir mitgeteilt dass amazon.de für Amazon Payments nicht zuständig ist, die Angelegenheit aber sofort weiter leitet und ich eine Email von Amazon Payments noch am selben Tag erhalten würde - das hat jedes Mal NICHT geklappt.

Somit versuche ich mein Glück über diese Email Adresse, da unverständlicherweise sonst keinerlei Kontaktdaten von Amazon Payments (Postadresse, Telefonnummer) auffindbar sind.

Von gutem Kundenservice ist das meilenweit entfernt, ich hoffe sehr, dass wir hiermit einen Schritt weiterkommen.

Es betrifft das Konto xxxx@yyyyyy.de.



Mit freundlichen Grüßen,

Folgende Rückmeldung kam von einer Mitarbeiterin bei amazon.de. Faszinierend fand ich die unten in rot angestrichene Textzeile.

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Guten Tag, Herr Baumeister

Amazon Payments ist eine eigenständige Website mit einem eigenen Kundenservice. Leider kann Ihnen der Kundenservice von Amazon.de bei Ihrem Anliegen nicht weiterhelfen.

Es tut mir sehr leid, dass Sie vom dortigen Kundenservice bisher keine Antwort erhalten haben.

Ich habe Ihre Anfrage daher erneut an meine Kollegen weitergeleitet, die sich so schnell wie möglich Ihres Anliegens annehmen werden. Für den Fall, dass die Bearbeitung Ihrer Anfrage hier etwas länger dauern sollte, bitten wir Sie um ein wenig Geduld.

Viele Antworten auf Fragen zu Amazon Payments und "Bezahlen über Amazon" finden Sie auch auf den Hilfeseiten von Amazon Payments unter:

https://payments.amazon.de/help

Ihre Bestellungen über Amazon Payments können Sie über folgenden Link einsehen:

https://payments.amazon.de/accountsettings

Vielen Dank für Ihr Verständnis und wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Freundliche Grüße

Josie Leilanie
Unser Ziel: das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein. Ihr Feedback hilft uns dabei.
http://www.amazon.de
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Prozessprobleme bei Amazon, Teil 4

Vorhin bemerkte ich, dass in der Email vom Amazon Kundenservice (der ja mit dem von Payments nichts zu tun hat) auch eine Möglichkeit bestand, per URL anzugeben ob die Email hilfreich war oder nicht. Ein Klick auf “nicht hilfreich” brachte mich dann zu einer Bewertungs-Seite, wo ich entsprechende Noten vergab und einen kurzen Erklärungstext eintippte.

Daraufhin bot mir Amazon an, mich telefonisch mit dem Kundendienst in Verbindung zu setzen, per automatisiertem Rückruf. Beim ersten Versuch brach die Verbindung gleich ab, beim zweiten kam ein Rückruf von +353 (1) 247 7698 - laut Vorwahl aus Irland.

Die freundliche Dame mit deutschem Namen hörte mein Anliegen an und versprach mir, mit dem Payments Kundendienst in Kontakt zu treten, damit ich Informationen zur Behebung des Aussenstandes erhalten würde.

Leider ist wieder nichts aus einer Kontaktaufnahme geworden.
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Prozessprobleme bei Amazon, Teil 3

“Unser Ziel: das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein.”

So steht es auf der letzten Email, die ich von Amazon bekommen habe (am 2.2.), siehe auch hier.

In der Zwischenzeit habe ich - da sich Amazon Payments nicht mehr gerührt hat - am 4.2. einen Chat angefangen. Das geht leider auch nur über die normale amazon.de Website (die Kontaktmöglichkeit zu Amazon Payments ist ja nicht gegeben, da https://payments.amazon.de/contactus leider ein Login erfordert, das bei einem gesperrten Konto nicht möglich ist).

Der Chat war auch sofort aktiv, gechattet habe ich mit, meiner Auffassung nach, einer echten Person, nicht einem Bot. Leider konnte er (sie? war vom angegebenen Namen leider nicht ersichtlich) mir leider auch nicht weiterhelfen, da das Amazon Chat auch nichts mit Amazon Payments zu tun hat, wobei - ich schreibe jetzt mal “sie” - durchaus im System sah, dass mein Konto “…wegen dieser Payments Bestellung ausgesetzt ist”.

Als nächstes wies sie auf die Kontaktmöglichkeit via der schon genannten URL hin, worauf ich erklärte, dass man ohne einen funktionierenden Amazon-Kontozugang hier nichts ausrichten kann.

Sie wollte mein Anliegen an Payments weiterleiten und versprach, es würde sich jemand vom Payments Kundenservice umgehend per Email melden. Bis dato hat sich Payments.amazon.de nicht mehr bei mir gerührt, weder mit einer Email vom Kundendienst noch einer automatisierten Meldung, dass noch eine Zahlung ausstehend sei.

Da ist aus Prozesssicht aber enorm was im argen - bin gespannt wie es weiter geht.
Das von Amazon selbst genannte Ziel scheint allerdings ziemlich hoch gesteckt…
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Prozessprobleme bei Amazon, Teil 2

******** Update *********

Amazon hat auf meine Anfrage geantwortet, schon am nächsten Tag (obwohl es Wochenende war) - so weit so gut. Schlecht ist, dass die Payments-Sparte von Amazon anscheinend mit dem Rest der Firma nichts zu tun hat. Ich spekuliere, dass diese Sparte noch recht jung ist, was auch die Prozessprobleme erklären würde.

Der freundliche Herr von der Amazon-Hotline erklärte, dass meine Anfrage bei Ihm leider verkehrt sei, dass er sie aber an Payments weitergeleitet hätte, damit dort ein Sachbearbeiter sich um den Fall kümmern könne:

Amazon Payments ist eine eigenständige Website mit einem eigenen Kundenservice. Leider kann Ihnen der Kundenservice von Amazon.de bei Ihrem Anliegen nicht weiterhelfen.

Er wies auch darauf hin, dass ich zukünftig bei Problemen mit Amazon Payments direkt den Kontakt über payments.amazon.de/contactus aufnehmen solle. So viel zum Thema “One face to the customer”.

Klicke ich auf die angegebene URL, muss ich mich leider wieder in mein Konto einloggen - das ja nicht funktioniert.

Ich harre also der Dinge...
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Prozessprobleme bei Amazon?

Klasse - ich hatte eine Bestellung mit Amazon Payments bezahlt und dummerweise nicht genügend Deckung auf meinem Firmenkonto, so dass die Zahlungsanforderung zurückgewiesen wurde - und das schon vor gut 5 Tagen. Okay, dumm gelaufen aber kann passieren. Das habe ich zufälligerweise gestern Abend bemerkt, als ich den aktuellen Kontoauszug herunterladen wollte.

Heute bekomme ich eine “Erinnerungsmail” von Amazon, dass dieses Problem aufgetreten ist, mit dem Hinweis:

“Über die Außenstände wurden Sie per E-Mail informiert.”

In meiner Inbox gibt es dazu keine Email (sonst hätte ich früher reagieren können), auch nicht im Spamordner.
Da die Erinnerungsmail sinnvollerweise keinerlei Informationen beinhaltet über wie man den Ausstand begleichen kann, wollte ich mich in mein Amazon Konto einloggen - leider ist dieses nun gesperrt.

Super, Amazon - tut mir leid dass mir dieser Lapsus passiert ist, aber ab jetzt wird es Kundenunfreundlich…

Ich habe nun über die einzige Möglichkeit der Kommunikation, über einen generellen Link in der Erinnerungsmail (warum wird hier nichts personalisiert, mit Fallnummer oder so, wie sonst immer der Fall wenn man bei Amazon etwas anklickt?) - und musste mich über mehrere Versuche in Themenbereiche hineinklicken, die kein Login erfordern (da das Konto ja gesperrt ist), so dass ich gespannt bin ob meine Email überhaupt ankommt.

Da ich Amazon eigentlich als sehr kundenfreundliche Organisation kenne, gehe ich davon aus, dass es hier keinen geprüften Prozess gibt. Schön zu sehen, dass auch bei einer Amazon mal was schief läuft.

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Christliche Moschee? Laut Plan in Berlin!

Gefunden auf Stadtplan im Hauptbahnhof Berlin, eine mit einem Kreuz markierte Moschee:

StadtplanBerlin1

Definitiv nicht das richtige Symbol:
StadtplanBerlin2

Oder wurde hier eine Umnutzung durchgeführt, wie bei der Hagia Sophia in Istanbul?

Wenn das keinen Ärger gibt...
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Internet im ICE? Fehlanzeige

Die Bahn bietet ja auf einigen Strecken (Köln-Stuttgart und Stuttgart-München, z.B.) einen T-Online Hotspot, der mehr oder wenig gut funktioniert (siehe auch frühere Kommentare in diesem Blog).

Auf dem Weg nach Berlin wird ein solcher Hotspot leider nicht angeboten; da freut man sich doch über die Hotspot-Funktion im iPhone… oder?

Auch hier Fehlanzeige. Die Transferrate geht üblicherweise nicht über 7-8 kBit (!) hinaus, oft sieht es eher so aus:

Internet-im-ICE

Auch ist bezeichnend, dass trotz eingeschalteter 3G Funktionalität durchgehend Edge zur Verfügung steht. In einem Bahnhof habe ich dann das iPhone kurz auf Flugmodus und zurückgeschaltet - und siehe da: kurzzeitig stand 3G zur Verfügung, aber weniger als eine Minute, dann ging das Signal zurück auf Edge.

Vermutung: da die Scheiben der ICE Züge metallisch bedampft sind, müssen in jedem Wagen GSM-Repeater zum Einsatz kommen, da man sonst fast nicht telefonieren könnte. Diese scheinen aber eine Generation von vor dem Jahr 2000 zu sein und lediglich Edge als Datenkanal zur Verfügung stellen. Weiterhin unterstelle ich, dass hier eine Datenraten-Drosselung stattfindet, um einen Edge-Kanal für alle Fahrgäste eines Wagens aufteilen zu können.

Liebe Bahn, wenn Ihr es nicht schafft, das entlang der Strecke verfügbare 3G-Signal auch im ICE-Innenraum zur Verfügung zu stellen, dann richtet doch bitte auf allen ICE-Strecken WLAN-Zugang ein, vielen Dank!
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