Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Die spinnen, die Bahner! (Tock Tock Tock)

Das hier dürfte die Krönung meiner langen „Bahnfahrkarriere” sein. Es ist Montag früh, 20 Dezember. Ich steige aus dem ICE von Karlsruhe in Mannheim aus, um in den ICE nach Köln umzusteigen. Ich traue meinen Augen nicht: die Anzeigetafel zeigt einen einteiligen ICE, mit den Wagen 21-28 an.

Eine (automatisierte) Lautsprecheransage bestätigt die Vermutung: die Bahn fährt den 8:35er ICE tatsächlich nur einteilig. Warum, darüber sind wir nicht wichtig genug etwas zu erfahren. Nicht nur fehlt die Hälfte des Zugs, er ist auch noch falsch herum gereiht.

Das Chaos am Bahnsteig ähnelt amerikanischem Slapstick aus den `30er Jahren. Die Leute fallen quasi über einander. Kurz durchzuckt mich die selbe Vision - in 20 Jahren, wenn Stuttgart 21 fertig ist. Sind die Bahnsteige tatsächlich so schmal wie von der Opposition angefochten, werden in einer solchen Situation Menschen sterben.

Die Menschen pressen sich in den Zug - im Inneren kommen einmal wieder die 100% Idioten zum Vorschein, die es schaffen, explizit
nicht den Gang weiter in die Mitte zu gehen, sondern am Ende des Wagens stehen zu bleiben - der Zustrom erliegt, die Spannung steigt.

Dann kommt das Bahn-Sahnehäubchen: als alle endlich im Zug sind, kommt ein Plädoyer der Zugleitung, Reisende nach Köln und Düsseldorf sollen doch bitte wieder aussteigen, um einen IC am Gleis gegenüber zu nehmen. Dies würde den mit Ziel Köln um mehr als eine Stunde zurücksetzen, aber so könne der ICE nicht losfahren.

Von meiner Perspektive aus hat sich redlich wenig getan, in Sachen Seitenwechsel. Ich persönlich, mit einer (zu diesem Zeitpunkt erreichen) Platzreservierung in der Mitte des Wagens, hätte auch keine Möglichkeit gehabt ohne Blessuren wieder auszusteigen.

Wenig später, vermutlich ohne größere Entlastung, ging es dann doch los.

Wer auch immer bei der Bahn die Entscheidung getroffen hat, diesen Zug um diese Zeit einteilig fahren zu lassen, gehört gefeuert. Man sieht, einmal wieder, die Bahn hat
keinen Plan B.

Anmerkung: zwischen Frankfurt Flughafen und Siegburg wurden wir dann endlich über die Gründe für die Zughalbierung informiert: „Triebzugmangel aufgrund der witterungsbedingten Störungen gestern”. Ich fasse es nicht.
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Office 2011 für Mac: erste Erfahrungen

Unglaublich: Deutsch für Deutschland ist z.B. in Powerpoint 2011 nicht auswählbar:



Microsoft ist es übrigens auch in dieser neuesten Version nicht gelungen, eine sprachliche Anpassung für alle Folien einer Präsentation zu ermöglichen. Wie in früheren Versionen muss man mit viel Aufwand jede einzelne Folie auswählen um die Spracheinstellung zu ändern.

Eine weitere Funktionalität, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ergibt sich aus diesem „Tipp” in der Hilfe:
Es bietet sich an, alle Änderungen am Folienmaster und den Folienlayouts vorzunehmen, bevor Sie mit dem Hinzufügen von Folien und der Erstellung der Präsentation beginnen. Wenn Sie den Folienmaster mit seinen Folienlayouts ändern, nachdem Sie einzelne Folien erzeugt haben, stimmen eventuell manche der Elemente auf den Folien nicht mehr mit dem Folienmasterentwurf überein.

Das heißt: auch wenn der Folienmaster eigentlich einfach eine erste, unterste Schicht in der Darstellung ist, kann Microsoft leider nicht garantieren dass Änderungen auf bestehenden Folien übernommen werden. Wie krank ist das?
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Bananenrepublik-Zustände am Karlsruher HBF

Bin ich eigentlich der Einzige, der sich über die Parkhaus-Situation am Karlsruher Hauptbahnhof aufregt?

Hier eine Email vom 13. Dezember an die vom Parkhaus-Wächter genannte Kontaktperson bei der Karlsruher Fächer GmbH, die anscheinend für die Parkflächen zuständig ist.

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Sehr geehrte Frau X,

ein Mitarbeiter im "Parkhaus-Kassenhäusle" des HBF nannte Sie als Ansprechpartner zu diesem Thema.

Als sehr häufiger Bahnfahrer (mindestens 4 Bahnreisen / Woche) erlebe ich im letzten Jahr den absoluten Gau in Sachen "Parken am Bahnhof".
Die Situation ist Ihnen sicherlich nicht unbekannt.
Die Parkhäuser sind fast jeden Tag und meist schon ab 7:45h, aber auch am Nachmittag, komplett belegt. Die einzige Alternative ist, sich, wie viele andere Betroffene, dem "Wildparken" anzuschließen. Hier wird man genötigt, entweder auf der Halteverbots-Fläche entlang der Einfahrt zu P1, oder aber auf der "freien Wiese" zwischen Einfahrt und Bahnhofsgebäude zu parken - bei letzterem wird mindestens das Fahrzeug, meist aber auch die Kleidung und das Gepäck grundlegend verschmutzt.

Heute hatte ich einmal wieder diesen Fall. Als ich aber über den Eingang des P1 zu den Gleisen lief, traute ich meinen Augen nicht: ich zählte mindestens 20 freie Parkbuchten alleine im Abschnitt von der Ein-/Ausfahrt bis zur Nordunterführung!

Da ich noch einige Minuten bis zur Abfahrt meines Zuges hatte, lief ich zum besagten "Kassenhäusle", um zu fragen wie es sein kann dass das Parkhaus "voll" sei (es wurden auch keine anfragenden Autofahrer reingelassen), aber so viele Parkbuchten frei wären. Mir wurde mitgeteilt, dass die Firma Sixt in diesem Parkhaus ca. 100 Stellplätze gemietet habe und da wäre nichts zu machen. Auf meine Frage, warum diese Sixt-Stellplätze nicht als solche gekennzeichnet wären (das wäre für viele Leute die das selbe sehen sicherlich eine willkommene Erklärung) erhielt ich lapidar die Antwort, "in Ihrer Garage haben Sie Ihre Plätze doch auch nicht gekennzeichnet".

Das war für mich nun der zündende Funken, der mir den Geduldsfaden durchtrennt hat...

Bitte teilen Sie mir mit, wie die Sachlage tatsächlich ist (ich kann mir kaum vorstellen dass Sixt das halbe Parkhaus mietet) und mit welcher Planung gegen das verheerende Parkplatz-Problem am Karlsruher Hauptbahnhof seitens der Betreibergesellschaft bzw. der Stadt vorgegangen wird.

Vielen Dank.

Freundliche Grüße,


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Die Antwort war, wie erwartet, fadenscheinig:

Sehr geehrter Herr Baumeister,
es tut uns leid, dass Sie solche Schwierigkeiten haben. Leider müssen wir
Sie mit der Beantwortung Ihrer Fragen noch um etwas Geduld bitten,, da die
zuständige Bearbeiterin für diese Anfrage zur Zeit krank ist. Sie wird sich
nach Ihrer Rückkehr direkt mit Ihnen in Verbindung setzen. Wir danken für
Ihr Verständnis und verbleiben
mit freundlichen Grüßen


Ich habe nun zurückgeschrieben, dass ich nicht verstehe, warum nicht alle Mitarbeiter der Firma - vor allem die offiziell benannte Ansprechpartnerin - meine Email nicht direkt beantworten kann. Weiterhin habe ich den Namen der benannten „Bearbeiterin” erbeten.

Schau’n wir mal was zurück kommt.
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T-Mobile Web-n-Walk Evolution II

Wegen entsprechenden Erfahrungen (negativer Art) mit einem Vodafone UMTS Stick am Mac war ich sehr über die Performanz des T-Mobile Stick gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht: vor allem die Software ist ein Desaster!

Der Stick ist eigentlich ein Huawei E1750, der sich beim ersten Einstecken auch als Laufwerk meldet. Auf dem Laufwerk findet man das Handbuch als PDf, sowie eine T-Mobile Internet Manager Installationsapp.

So weit so gut. App installiert, Stick eingesteckt, PIN eingegeben. Die Software ist eigentlich logisch aufgebaut, da kann ja nichts schief gehen. Falsch.

Die konzentrierte Fassung: zum einen habe ich es bis dato nicht geschafft, die Hauptseite der Anwendung, die vor allem eine Statistik über alle möglichen Informationen zusammenfasst, zum laufen zu bringen. Seit Tag 1 zeigt diese Statistik auf, dass sie zuletzt am 18.11. zurückgesetzt wurde (das war wohl der Tag der Erstinstallation). Alle anderen Zähler stehen auf 0.

Da der Tarif eine Vollflat ist, soll mir das eigentlich egal sein. Dennoch hatte ich mir ein Update der Software von der T-Mobile Website heruntergeladen. Es hat sich aber weder an der Software noch an deren (Miss-) Funktion etwas geändert.

Interessant ist auch, einmal in die Konsole zu schauen wenn die Software gestartet ist. Diese läuft regelrecht voll mit bizarren Fehlermeldungen, z.B.:

[Time:2010-12-15 09:26:37,633]
[class com.huawei.mobilePartner.data.comm.server.FileRunnable] message: call failed : java.io.IOException: Cannot run program "/Applications/T-Mobile Internet Manager/lib/sleephandler": error=2, No such file or directory
[Time:2010-12-15 09:26:40,014]
[class com.huawei.mobilePartner.gui.ui.UIInit] message: read UserProfile.xml fail or Thread wait error : [java.lang.IllegalMonitorStateException]


Aha - anscheinend eine Java App.
/Applications/T-Mobile Internet Manager/lib/sleephandler existiert nicht, ich verstehe also auch nicht, warum die Software dieses Skript ausführen will.
„IllegalMonitorStateException” scheint auf den Grund für die auf 0 gesetzte Statistik hinzuweisen - leider hilft die Fehlermeldung nicht, zumindest mir nicht, das Problem zu klären.

Mit dem kürzlichen Update von T-Mobile hatte sich, wie gesagt, nichts geändert.
Witzig finde ich übrigens, dass die SW im Hilfemenü auf eine Update-Funktion verfügt, diese aber konsequent behauptet, die jetzige Software wäre aktuell - auch wenn es ein Update gibt.

Gestern Abend sah ich dann ein neues Update, anscheinend für die Software, auf der T-Mobile Website. Klasse, dachte ich, vielleicht behebt diese das Problem. Interessanterweise aber war diese App ein Updater für den Stick...! Warum sie als Softwareupdate gelistet (und beschriftet) war ist mir unerklärlich.

Das Fazit: ich kann mit der SW zwar eine Internetverbindung herstellen, sie ist aber meilenweit von einer stabilen App entfernt. Eigentlich nur peinlich für T-Mobile.

Übrigens ist Support für den E1750 auf der support.huawei.com Website nicht zu finden - das Gerät ist dort gänzlich unbekannt!

Auch noch lustig sind diese Fehlermeldungen, die nicht nur die Logdatei sondern auch die Konsole vollmüllen:

[Time:2010-12-15 09:26:44,451]
[class com.huawei.mobilePartner.business.network.NetworkThread] message: NetworkThread===null == MutiDeviceService.curServer==wait=======this is 1 circle================
[Time:2010-12-15 09:26:44,967]
[class com.huawei.mobilePartner.business.network.NetworkThread] message: year and month : year=======111 month ===== 0
[Time:2010-12-15 09:26:44,967]
[class com.huawei.mobilePartner.business.network.NetworkThread] message: month of day : toatalday=======31
[Time:2010-12-15 09:26:44,970]
[class com.huawei.mobilePartner.business.network.NetworkThread] message: start year: 110--start month: 11--start date:1---end date:0
[Time:2010-12-15 09:26:48,002]
[class com.huawei.mobilePartner.business.network.NetworkThread] message: year and month : year=======111 month ===== 0
[Time:2010-12-15 09:26:48,002]
[class com.huawei.mobilePartner.business.network.NetworkThread] message: month of day : toatalday=======31


Zum einen finde ich es einfach nur peinlich, wenn in einer Software, die international verkauft wird, solche Schreibfehler („MutiDeviceService”, „toatalday”) auftreten. Da heure ich mir als chinesischer Hersteller eben einen Nativespeaker für Englisch an, um über sämtliche Textstrings noch mal drüber zu schauen.

Aber auch die Angaben scheinen total falsch zu sein: Start Year = 110? Month = 0? Ist das chinesische Zeitrechnung?
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Warum Kinder oft kein Brokkoli mögen

Wer kleine Kinder hat, weis um die Problematik des Essens. Alle Kinder mögen Pommes, die meisten aber kein Gemüse.
Wer bislang dachte das liege nur an der (fehlerhaften) Erziehung liegt voraussichtlich falsch.

Vor nicht allzulanger Zeit wurde aufgezeigt von dem Genetiker
Dr. Dennis Drayna, dass das Empfinden von „Bitter” als Geschmack von einem bestimmten Gen abhängt. Ist hier eine Sequenz „GTA” vorhanden, dann können die Proteine auf den Geschmackssensoren der Zunge nicht mit dem Bitterstoff Phenylthiocarbamid (PTC), z.B. in Brokkoli vorhanden, reagieren. Bei der Sequenz „CCG” aber, ist diese Reaktion möglich. Erbt man also GTA von Mutter und Vater, hat man keine Reaktion gegenüber PTC.

Erbt man CCG von beiden Eltern, hat man eine erhebliche Reaktion. Bei einer GTA / CCG Mischung bleibt diese Reaktion „gemäßigt”.

Allerdings ist der Geschmackssinn stark vom Geruchssinn abhängig - und dieser verändert sich mit zunehmendem Alter. So kann es durchaus sein, dass ein Kind mit starker PTC-Abneigung später, z.B. als Erwachsener, lernt diesen Geschmack doch zu mögen.

Ich kann da aus eigener Erfahrung erzählen: bis ich ca. 21 Jahre alt war, konnte ich keine Stangensellerie essen. Ich konnte sie nicht einmal riechen. Soll heißen: ich konnte sie meilenweit riechen, hasste aber keinen Geruch mehr als diesen (außer vielleicht den von Geranien).

Mit ca. 21 Jahren war dieses Phänomen plötzlich wie abgestellt.
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Das allwissende Internet? Haha!

Vor allem in der Presse wird man immer wieder die Allwissenheit des Internets angedeutet. Schließlich verknüpft es Millionen (Milliarden?) von Menschen, davon gibt ein guter Prozentsatz seinen „Senf” zu allen möglichen Themen.

Da sollte man doch erwarten können, etwas mehr Hilfe bei der Auswahl eines neuen Kühlschranks zu bekommen. Sollte man denken. Ist aber nicht so.

Das Problem liegt meiner Meinung darin, dass das Internet heutzutage primär als Gelddruckmaschine gesehen wird. In den Anfängen war das natürlich anders - da konnte man überhaupt kein Geld im Internet verdienen, also gesellten sich hauptsächlich Leute mit einer Opensource-Lebenseinstellung zusammen, um Ideen und Informationen auszutauschen.

Heute wird das Internet - zumindest in der westlichen Welt - von Google dominiert. Keine Suche ohne Google (meint man zumindest). Google ist aber ein Unternehmen, das Geld verdienen will. Das merkt man sehr schnell, wenn man die Marke, die Modellnummer eines bestimmten Kühlschranks und das Wort „Test” in die Suchmaske eingibt.

Seiten und mehr Seiten von Einträgen, die alle die besagte Information anpreisen; hinter fast jeder dieser Hits verbirgt sich aber entweder eine Preissuchmaschine oder eine „getarnte Preissuchmaschine” wie Ciao.de.

Am meisten irritieren mich die Hits, die auf Websites zeigen die ich jetzt mal „Schmarotzer” nenne. Das sind die Blutegel der Neuzeit. Wie diese „gefüttert” werden ist mir unklar, aber eindeutig erhalten sie die Suchanfrage von Google und bauen spontan eine „Informationsseite” dazu zusammen.

Diese Seiten beinhalten meist keinerlei Information zu dem eigentlich gesuchten Produkt (das dann groß in der Überschrift steht), sondern jede Menge (voraussichtlich bezahlte) Links zu anderen Produkten oder Dienstleistungen, die meist wenig oder gar nichts mit der Originalsuche zu tun haben.

Eigentliche Informationen zu dem Modell, idealerweise von einem Besitzer geschrieben, findet man äußerst selten - und dann meist auf Seite 4 der Google Hitliste. Auch Ciao.de, sonst eine gute Adresse in meinen Augen, versagt hier häufig.
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Stuttgart 21 - Ende der Demokratie?

Die Gegner des Projekts Stuttgart 21 beschweren sich über den Verlust der Demokratie. Es wird demonstriert. Es werden alle möglichen Aussagen über Unzulänglichkeiten des Projekts gemacht. Es soll gestoppt werden. Als gebürtiger Stuttgarter und ehemaliger Stuttgart-Anwohner möchte ich jetzt meine Meinung dazu geben.

Liebe Stuttgart 21 Gegner, Ihr seid es, die die Demokratie untersagt. Stuttgart 21 ist lange geplant - mindestens 15 Jahre. Es gab eine sehr interessante Ausstellung dazu im Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs, so dass man zur Planeinsicht nicht einmal aufs Rathaus musste. Der Planungsprozess, der in Deutschland nicht nur für private Bauvorhaben, aber vor allem für öffentliche sehr umfangreich ist.

Ich wohnte damals in Stuttgart; durch meinen Beruf hatte ich auch einen Reprografie-Dienstleister als Kunde, der einen Teil der Ausschreibung gewonnen hatte. Somit hatte ich ggf. etwas mehr Einblick in das Voranschreiten des Projekts als der durchschnittliche Zeitungsleser.

Es gab in der Planungsphase keinerlei Gegenmaßnahmen. Ganz Stuttgart war eindeutig von dem Projekt begeistert.

Und jetzt? Sind die Schwaben plötzlich aus einem Dornröschenschlaf aufgewacht? Befragt man den Durchschnitts-Demonstranten, bekommt man sehr lapidare Antworten auf das eigentliche Problem, das die Projektgegner eigentlich haben. Fazit für mich: hier wird einmal mehr - und das sehr professionell - aus hohen, unbekannten Kreisen Stimmung gemacht und viele lassen sich durch intelligent gemachten Spin mitreissen.

Allerdings sind es meiner Meinung nach die Projektgegner, die hier die Demokratie unterwandern. Der demokratische Prozess wurde befolgt und abgeschlossen. Das Projekt jetzt in Frage zu stellen ist Heuchelei und Meuterei. Mein Vorschlag: sollen die Projektgegner sich registrieren lassen, damit die Mehrkosten, die durch diese unlauteren Proteste entstehen (und sie dürften sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen) unter sich aufteilen.

Ich, als demokratiebewußter Steuerzahler, habe keine Lust und auch keinen Anlass, diese Mehrkosten zu tragen.
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AEG CS 5200plus Espressovollautomat



Hier mein Originaltext meiner Amazon-Rezession:

Nach einer absoluten Schlappe mit einem Saeco Odea Giro Plus (0 Sterne!) war ich eher etwas zurückhaltend im Kauf eines Ersatzgeräts. Aber, wenn man einmal von einer normalen Kaffeemaschine auf einen Vollautomat gewechselt hat, will man nicht zurück.

Die 5200 ist eigentlich eine DeLongi (letztere ist etwas günstiger), sieht aber erheblich besser aus - auch der Kunststoff scheint höherwertig zu sein. Die Tassenablage (zum Anwärmen) hält die Tassen problemlos (im Gegensatz zur Odea, z.B.).

Für den Preis ist dies eine hervorragende Maschine. Das DeLongi-Equivalent steht seit 2 Jahren in unserem Büro, wo es täglich gequält wird und bis dato nicht repariert werden musste.
Was auch überzeugt ist das Entkalkungsprogramm (sucht man in dieser Preisklasse üblicherweise ohne Erfolg) und die Systemspülung auch beim Ausschalten.

Zwar behauptet meine Tochter (2 Jahre), diese Maschine sei leiser als die Odea, dazu müsste man aber sicherlich eine Schallpegel-Messung machen... aber Kaffeebohnen mahlen und Wasser unter Druck durch das Pulver pumpen ist eben mal etwas lauter. Man sollte sich von der Bezeichnung "extra Leise" nicht zu stark irritieren lassen.

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Das war vom 14. Juni, 2008. Inzwischen, mehr als 2 Jahre später, bin ich noch immer von der Maschine überzeugt. Sie läuft wie am ersten Tag, wir hatten keinerlei Probleme mit dem Gerät. Wirklich sehr zu empfehlen.
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Bettlerei in Frankfurt Hbf

Es ist Monate her dass ich nach Frankfurt Hbf gekommen bin - meine Reisen führen üblicherweise zu bzw. über Frankfurt Flughafen.

Auf der Hin- sowie Rückfahrt ist mir ziemlich negativ aufgefallen wie viele Leute hier nach Geld betteln. Auf den Gleisen sind es meist Frauen; steht man länger am Bahnsteig (z.B. weil die Bahn einmal wieder spät dran ist), wird man auch mehrfach mit aufgehaltener Hand aufgefordert.

Auf der Verbindung vom Hbf nach Langen ging das sogar im Zug los, allerdings war es hier ein Mann der eine kleine Zeitung „verkaufte”.

Die Bahn scheint gegen diese Belästigung nichts zu unternehmen. Somit kann man davon ausgehen dass dieses Phänomen nicht abnehmen wird...
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Lichtlos

Lange ist es her, dass Lokomotiven mit einem dritten Scheinwerfer - mittig-oben - ausgestattet wurden. Mein Vater erklärte mir den Aufwand damals damit, dass es Autounfälle bei Nacht gegeben habe, weil Autofahrer die auf einer Straße parallel zur Bahntrasse einen herannahenden Zug als LKW auf Kollisionskurs deuteten.

Wahrscheinlich fuhren sie in den Graben, um dem vermeintlichen LKW zu entweichen.

Wie dem auch sei - heute bekam ich ein (für mich) Novum mit: “back to the roots”: einen “zweiäugigen” ICE. Eine der Scheinwerfer (vorne links) war ausgebrannt.

Dafür war aber das WC nicht defekt. Auch mal was.
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Pellets, oder: wie werden wir noch vereimert?

Holzpellet-Öfen werden in Deutschland seit ca. den 1990’er Jahren in Großserie angeboten. Was originell sicher ein gutes Konzept für die Verwendung nahe am Ursprungsort war, hat sich zu einer echten Marketingveranstaltung gemausert.



Pelletheizung: als wir 1998 unser erstes Haus kauften und nach einem Ofen für das Wohnzimmer suchten, war dies das unentdeckte “Unwort” des Jahres. Wir schauten uns die verschiedenen Öfen an - z.T. wirklich witzige Geräte mit Thermostatsteuerung und allem möglichen Schnickschnack.

Seit diese Heizart angeboten wird, wirbt man für ihre “Umweltfreundlichkeit”. Schließlich kommen die Pellets aus Österreich und werden aus Abfall, nämlich dem Sägemehl der österreichischen Holzindustrie, gefertigt. Und das noch in Pressen, die 6 Monate im Jahr brach stehen: nämlich die für Nagetierfutter.

So wurde uns das damals präsentiert. Wir haben keinen Pelletofen gekauft. Das war auch gut so.

Zum einen vergißt man sehr rasch (oder weiss es gar nicht), dass in der Holzindustrie spezielle Holzmehlöfen für die Heizung der Produktionsanlagen einsetzt. Oder: einsetzte. Denn das ganze Sägemehl wird ja jetzt gepresst und als Pellets verkauft. Wie werden diese Hallen denn nun beheizt? Sicherlich nicht mit Holzscheiten.

Ach ja: wie kommen eigentlich die Pellets von Österreich nach Deutschland? Doch nicht etwas per Lastwagen? Wahrscheinlich werden hier schon 10% der Heizkraft alleine in Dieselkraftstoff verbraten...

Die absolute Krönung ist mir heute aufgefallen: entlang der Bahntrasse südlich von Bühl/Baden steht ein Werk der Firma “German Pellets”. Hier werden Pellets für einen Teil des deutschen Marktes hergestellt. Was sieht man, wenn man dieses Werk im Vorbeifahren anschaut? Ja, einen mittelgroßen Berg Sägemehl, aber ansonsten nur gigantische Mengen an Holz.

Fazit: die Menge an Pellets, die Österreich liefern kann ist inzwischen - durch gutes Marketing der Hersteller von Pelletöfen - sicherlich nur ein Bruchteil des Bedarfs - der Rest wird nun aus Holzschaiten erzeugt. Diese werden natürlich erst einmal zermahlen, um Holzmehl für die Presse zu erzeugen. Dafür benötigt man ziemlich viel Energie.

Das voraussichtlich Fazit: der “grüne” Brennstoff Holzpellets ist - wie so vieles - eher ein sehr schwarzes Schaf im ökologischen Sinn.
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“Aus Witterungsbedingten Gründen...” oder: was passiert erst bei Regen?

Der Zug in dem ich jetzt sitze, von Karlsruhe nach Basel, hatte eine "witterungsbedingte Verspätung" von 10 Minuten... ich frage mich: was ist derzeit das Problem mit der Witterung, dass ein ICE 10 Min. zu spät kommt??? Was passiert dann erst bei Regen?

Natürlich mal wieder: "die Wagen 31..38 sind verkehrt herum gereiht, die Erste Klasse ist am Anfang und Ende des Zuges". Okay, kein Problem, mein Wagen 28 war sowieso für das Ende des Zuges vorgesehen. Was war tatsächlich? Die Wagen 21..28 waren verkehrt gereiht. Natürlich ergab das ein Wahnsinnsgerenne...

Ich hatte das in Karlsruhe schon einmal; beim heutigen Stand der Technik frage ich mich, wie es überhaupt möglich ist, einen solchen Fehler zu machen. Anders gefragt: wenn die Bahn nicht einmal weiss in welcher Reihenfolge ihre Wägen stehen, was wissen sie sonst nicht über ihre Züge?
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FDH für den ICE

Heute hatte ich ein längeres Meeting in Frankfurt, am NH Frankfurt Airport - klar, mit der Bahn zum Flughafen und mit dem Shuttle zum Hotel.
Als ich am Bahnsteig ankam, hieß es: der Zug fährt ohne die Wagen 31-38. Klar, so kann man auch Geld sparen: einfach einen Zugteil weglassen, dann braucht man weniger Strom. Ich hatte Glück: meine Reservierung war in dem Zugteil, der fuhr.

Auf der Rückfahrt dasselbe Spiel! Wieder hatte ich Glück mit meiner Reservierung; allerdings kann jeder, der einmal Freitag Nachmittag auf einer populären Bahntrasse (in diesem Fall Dortmund-Basel) unterwegs war, nachvollziehen, was in diesem Zug “abging”. Ich fühlte mich - trotz Sitzplatz - wie in einer Sardinendose.

Laut Zugbegleiterin, die befragt wurde, war der Grund für die Zughalbierung die verschärften Kontrollen der ICE Züge. Ich frage mich, ob es nicht machbar gewesen wäre, wenig befahrenere Strecken mit IC Zügen auszustatten und die Haupttrassen weiterhin mit “ganzen” Zügen zu bedienen?
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