Hans D. Baumeister

Hans D. Baumeister

Nokia E90 Communicator: Einer für Alles?

Als ich den E90 bei einem Kollegen in UK gesehen hatte - u.a. wie er mit dessen MacBook synchronisiert wird und trotzdem mit dem Firmen-Blackberry-Server umgehen kann, war ich total begeistert. So begeistert, dass ich doch glatt auf Ebay einen ersteigert habe. Weg mit dem Blackberry Curve, hier kommt der E90!

Als erstes war ein Update (200 --> 300) des Symbian-Betriebssystems dran; laut Infos aus dem Internet sehr empfehlenswert, u.a. wegen der Geschwindigkeits-Steigerung. Gesagt getan, nach einigen Anläufen auch erfolgreich (dauert ewig).

Leider hatte ich nicht realisiert, dass die aktuelle Blackberry Connect Software (BBC) von Nokia mit dem 300-er SymbianOS nicht funktioniert... zwar ließ sich die SW einwandfrei installieren und konfigurieren, eine Anmeldung am Enterprise Server ist aber fehlgeschlagen. Dumm gelaufen. Ich war kurz davor, wieder auf den Curve zurückzugehen, da hat Nokia eine neue BBC nachgeschoben, die auch funktioniert. *Grins*

Tja, und nun das Ergebnis einiger Wochen Arbeit mit diesem Gerät: nicht zu empfehlen.

Warum? Nun, der Hauptgrund ist, dass es trotz neuem Betriebssystem noch immer viel zu langsam ist. Das mag an der BBC Software liegen, das kann ich natürlich nicht beurteilen (weil sie eben installiert ist und auch sein soll), aber in dieser Konfiguration ist das Gerät eine echte Produktivitätsbremse.

Außerdem gibt es Zustände, die unkontrolliert zu Problemen führen. So war der Akku meines E90 nach einer Zugfahrt von ca. 4h komplett am Ende. Grund? Keine Ahnung. Evtl. wegen der schlechten Mobilfunk-Verbindung - vielleicht versucht der E90 mit seiner Paketdaten-Verbindung ständig wieder die Verbindung aufzubauen - auch wenn er im Funkloch steckt und dazu gar nicht in der Lage ist? Leider hatte ich das Ladegerät vergessen - und Nokia hat dem E90 NICHT die Fähigkeit mitgegeben, über das USB-Port geladen werden zu können - jedenfalls nicht ohne Adapter (den ich inzwischen gekauft habe).

Der zweite Grund für meinen Verdruss ist: will man z.B. im Web surfen, kommt eine Fehlermeldung, dass alle Kommunikationskanäle belegt wären und erst einer geschlossen werden muss. Es wird dann grundsätzlich der Zugangspunkt „Blackberry“ genannt, der ja eine Paketdaten-Verbindung aufmacht. Das ist furchtbar lästig, vor allem da nicht klar ist, ob die Verbindung für BBC wieder geöffnet wird, wenn man den Webbrowser schließt...

Software-Verfügbarkeit
Vor vielen Jahren hatte ich einen Psion 5, ein Gerät, das damals schon mit einer sehr frühen Version des Symbian OS ausgestattet war. Das Betriebssystem existiert also schon mindestens 12 Jahre, wenn nicht länger. Was mich somit sehr verwirrt, ist die geringe Anzahl verfügbarer OEM-Software!

Ich denke, S60 (die Variante von Symbian auf dem E90) ist ziemlich weit verbreitet; dennoch konnte ich fast nichts an sinnvoller Software für das Gerät finden. Ich musste sogar Software von der Nokia-Seite wieder mühsam deinstallieren, da sie das Gerät zum mehrfachen Absturz brachte.

Tastatur
Der E90 ist ein ziemlich klobiges Gerät - vergleicht man die Funktionsvielfalt mit anderen, auf dem Markt befindlichen Geräten ist die Packungsdichte dann doch nicht so überzeugend. „Macht nichts“ denkt man, „ich habe wenigstens eine schöne, große Tastatur“. Pustekuchen. Ich habe in meinem Leben noch nie auf so einer schlechten Tastatur gearbeitet - sogar die Gummitasten meines wegwerf-Taschenrechners sind angenehmer.

Die Tastatur vermittelt überhaupt keinen Druckpunkt, oft lasse ich Buchstaben aus oder schreibe welche aus Versehen doppelt. Und was soll diese „intelligente“ Großschreib-Automatik? Die konnte ich schon beim Blackberry nicht ausstehen. Drückt man Enter für eine neue Zeile, wird automatisch der nächste Buchstaben groß geschrieben - auch wenn in der Zeile darüber z.B. „Sehr geehrte Damen und Herren,“ steht. Bitte bitte - ich möchte das ausschalten können! (iss nich!)

Kamera
Einer der Lockmittel für das Gerät ist die - von den Specs her - gute Kameraleistung. Leider überzeugt diese Kamera überhaupt nicht, weder von der Auflösung noch von der tatsächlichen Bildqualität.
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iPhone 3GS Hülle:



Eigentlich ist diese Hülle ziemlich klasse. Optisch attraktiv, super Passform, einfach anzubringen, nicht auftragend.
Leider ist sie, trotz geringer Nutzung des iPhone, schon nach knapp einer Woche ist sie an der Seite gebrochen (Längsriss)!

Ich hatte eine andere (dickere) Hülle für das Gerät, die ich meiner Frau vermachte; die hat schon Stürze, etc. ausgehalten.
Dass die incipio trotz sehr spärlicher und normaler Nutzung so schnell kaputt geht ist eigentlich ein komplettes KO.
Zwei Sterne für Form und Konzept - mit besserem Material wären es fünf gewesen.
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Peinlich, peinlich: Übersetzungsfehler in deutschen Medien

Ein Podcast des Bayrischen Rundfunks aus der Serie RadioWissen zum Thema Genetik übersetzte eine Aussage des amerikanischen Biochemikers James Watson:

"...if we can find out what the mistake is in the instructions, maybe we can cure it" mit "wir können nachschauen wo die Fehler sitzen und sie ausschalten". Es ging hier um das Thema  genetische Fehler / Krankheiten.

Der Übersetzungsfehler ist so extrem, dass sogar ein Sechstklässler in der Lage sein sollte, ihn zu finden. Die fehlerhafte Übersetzung wird noch unterstrichen mit einer unterschwelligen Anspielung, dass diese Ansicht ggf. doch etwas zu einfach sei.

Fehler dieser Art geschehen häufig und in allen Medien: Radio (Podcast), Fernsehen (vor allem in den Nachrichten) sowie in den Druckmedien. Peinlich wird es meiner Auffassung nach vor allem dann, wenn der Originaltext noch mitgeliefert wird. 

Warum ist das so? Sind die Übersetzer deutscher Medienanstalten so schlecht? Oder steckt Absicht dahinter? Im obigen Beispiel werden Fakten extrem verdreht - von einer klaren Aussage "wenn wir in der Lage sind die Fehler in der (DNA) Anleitung zu finden, könnten wir diese Krankheiten eventuell heilen" zu einer Aussage die z.B. Menschen mit Gendefekten durchaus falsche Hoffnung machen könnte. In meinen Augen ist eine solche Fehlübersetzung ein erheblicher Mangel. 

Da der Fehler in einem Podcast einer Radiosendung verteilt wurde, bestand durchaus einige Zeit um diesen zu bemerken (bzw. vom Publikum darauf hingewiesen zu werden) - weder noch ist anscheinend geschehen.

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Pioneer DEH P65BT Autoradio



Ich habe dieses Radio aus zwei Gründen gekauft: zum einen wollte ich ein Gerät, an das ich meinen iPod anschließen kann, zum anderen ein Gerät mit Bluetooth-Freisprechung.

Die Freisprecheinrichtung hat weder mit meinem Nokia E90 noch mit dem E71 funktioniert - soll heißen, eine Verbindung wird aufgebaut und sofort wieder fallengelassen. Wenige Sekunden später geht das Ganze wieder von vorne los. Sehr lästig, eine Recherche im Internet ergab, dass dieses Problem bekannt ist. Mit meinem alten S-E Z600 hat das Radio einwandfrei funktioniert, auch wenn die Sprachqualität von den Angerufenen nur als mittelprächtig eingestuft wird.

Die Menüführung ist für jemanden, der einen iPod Touch gewöhnt ist eher lästig, die Menüs sind meiner Meinung nach nicht wirklich logisch aufgebaut - habe aber auch schon Schlimmeres gesehen.

Für mich enttäuschend war die Realisierung, dass der iPod-Anschluss nur mit einer ziemlich teuren Steuerungsbox möglich ist (es ist die neue Box, die erheblich teurer ist als die "alte") - also habe ich ihn per Aux-In betrieben.

Wir haben einmal einen Test mit Bluetooth-Audio gemacht, von einem Blackberry. Das Ergebnis war ernüchternd: auf der einen Seite war die Verbindung zum Sendegerät in Sekunden hergestellt, aber die Audioqualität war verheerend, was natürlich auch am Blackberry liegen kann.

Ich habe keinen Vergleich zu anderen Geräten, aber wenn ich Funktionsvielfalt (trotz einigen Schwächen) und Preis/Leistung in Betracht ziehe, bekommt das Gerät 4 Sterne.
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The Dead Travel Fast: Stalking Vampires from Nosferatu to Count Chocula - Eric Nuzum

Das Buch scheint nie richtig zu wissen, was es nun eigentlich sein möchte: ein Sachbuch über das Thema Vampire, ein Reisebericht, eine gesellschaftliche Aussage. Für jedes dieser Themen alleine wäre das Buch sicherlich zu dünn geworden.

Der Autor springt zwischen den Themen hin und her, ein wenig wie in einem Blog - aber dann doch nicht konsequent. Wer das Buch wegen dem Fachbereich "Das Vampir als gesellschaftliches Phänomen" kauft, wird mit dem sachlichen Inhalt sicherlich zu kurz kommen.

Dennoch war es interessant und vor allem schnell zu lesen - der Schriftstil ist sehr kurzweilig.

Gut als Urlaubslektüre.
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The Dead Travel Fast

The Dead Travel Fast: Stalking Vampires from Nosferatu to Count Chocula von Eric Nuzum

Schnell gelesen, nicht unbedingt wie erwartet…

Das Buch scheint nie richtig zu wissen, was es nun eigentlich sein möchte: ein Sachbuch über das Thema Vampire, ein Reisebericht, eine gesellschaftliche Aussage. Für jedes dieser Themen alleine wäre das Buch sicherlich zu dünn geworden.

Der Author springt zwischen den Themen hin und her, ein wenig wie in einem Blog - aber dann doch nicht konsequent. Wer das Buch wegen dem Fachbereich "Das Vampier als gesellschaftliches Phänomen" kauft, wird mit dem sachlichen Inhalt sicherlich zu kurz kommen.

Dennoch war es interessant und vor allem schnell zu lesen - der Schriftstil ist sehr kurzweilig.
Gut als Urlaubslektüre.
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Abbi Huebners Low Down Wizards



Glück muss man haben: ich bin durch Zufall auf diese CD gestossen.

Wenn man Dixi / Jazz mag, dann ist diese CD zu empfehlen. Bei mir läuft sie öfters - und es ist auch mal erfrischend guten Jazz made in Germany zu hören.

Die technische Qualität ist hervorragend.
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